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Drei Rückrufe für den Mazda 3

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Arbeit für die Mazda-Werkstätten: Zwei Rückruf-Aktionen betreffen ausschließlich das Kompaktmodell, eine auch den CX-5 und Mazda 6. Die Ursachen sind nicht unerheblich. Sie reichen von Radmuttern, die sich lösen können, bis hin zu Problemen mit der Motorsteuerung.

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Für den Mazda 3 laufen gleich drei Rückrufaktionen. Unter anderem könnten sich die Radmuttern lösen.
Für den Mazda 3 laufen gleich drei Rückrufaktionen. Unter anderem könnten sich die Radmuttern lösen.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Gleich drei Rückrufe vermeldet Mazda Motors Deutschland für den Mazda 3 (Modellcode: BP). Bei 5.171 in Deutschland registrierten Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum 6. November 2018 bis 19. April 2019 könnte das Anzugsdrehmoment der Vorder- und Hinterradmuttern nicht korrekt ausgeführt worden sein. Die Muttern könnten sich lösen und damit auch das Rad vom Fahrzeug. Die Vertragswerkstatt prüft im Rahmen der Aktion „AK027A“ die Muttern und fixiert sie bei Bedarf korrekt.

Der betroffene Bauzeitraum des zweiten Rückrufs (Code: „AK023A“) überschneidet sich stark mit dem ersten. Bei Kompaktwagen mit Geburtstag zwischen 6. November 2018 und 7. März 2019 kann die Anzeigeleuchte für die Deaktivierung des Beifahrerairbags fälschlicherweise erlöschen, wenn der Beifahrerairbag deaktiviert ist. Gleiches gilt für die Warnleuchten bei gelöstem Sicherheitsgurt auf der Beifahrerseite und der Rückbank. Die 3.847 hierzulande gemeldeten Einheiten erhalten eine modifizierte Anzeigeeinheit mit verbesserter Software.

Der dritte Rückruf betrifft neben dem Mazda 3 mit dem Zweiliter-Benzinmotor auch die Baureihen CX-5 (KF) und Mazda 6 (GL) mit dem 2,5-Liter-Ottoaggregat. „Bei den Motorsteuergeräten (PCM) der betroffenen Fahrzeuge kann die Software, die den hydraulischen Ventilspielausgleich steuert, beim Übergang von der Zylinderabschaltung in den Normalbetrieb während der Fahrt fehlerhaft arbeiten“, teilte der Importeur schriftlich mit.

Mögliche Folge ist ein Kontakt des Kipphebels des Einlassventils mit anderen Motorteilen, was Fehlzündungen und Leistungsverlust bewirken könnte. Eine Aktualisierung der Motorsteuerung soll dies künftig verhindern. Hierzu müssen in Europa knapp 58.000 Halter antreten, deren Fahrzeuge zwischen 20. Juni 2017 und 23. Mai 2019 vom Band liefen. Zahlen für Deutschland sowie der Code dieses Rückrufs lagen noch nicht vor.

(ID:46004336)

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist