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DSGVO: Die Krux mit den Daten

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Joachim von Maltzan

Die Kundenansprache über Facebook und Co. boomt nicht erst seit Corona. Doch es lauern rechtliche Fallstricke: Wer die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) missachtet, riskiert Bußgelder und einen ruinierten Ruf. Was Betriebe beachten müssen.

Den Datenschutz darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Den Datenschutz darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
(Bild: © chinnarach - stock.adobe.com)

Klassische Kundenevents wie ein Sommerfest sind momentan noch ziemlich heikel. Zu groß ist die Gefahr, dass es auf der Veranstaltung doch zu einer Ansteckung mit dem Coronavirus kommt – und dass der Veranstalter dafür geradestehen muss, weil er in Sachen Hygiene doch eine Kleinigkeit übersehen hat. Deshalb greifen viele Autohäuser weiterhin auf ihre Social-Media-Kanäle zurück, um die Kunden trotz aller Einschränkungen zuverlässig zu erreichen. In Zeiten von Corona und Social Distancing sei es notwendig, die Beziehung zu potenziellen Neukunden oder Bestandskunden in den virtuellen Raum zu verlagern, sagt Lutz Frühbrodt, Professor für Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Wichtig sei es, regelmäßig Inhalte zu posten – also mindestens ein- bis zweimal pro Woche. „Und natürlich müssen die Inhalte auch einen Nutzwert aufweisen“, so Frühbrodt.

Gezielte Kontaktaufnahme viel einfacher

Schon in Vor-Corona-Zeiten hatte das Social-Media-Marketing massiv an Bedeutung gewonnen: In einigen Bereichen hat das Marketing über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram oder Youtube sogar die klassischen Werbemaßnahmen abgelöst. Das hängt damit zusammen, dass man über soziale Netzwerke eben nicht nur seine Werbebotschaft platzieren, sondern diese auch direkt an ausgewählte Nutzer verbreiten kann. „Über Social Media ist eine Kontaktaufnahme zur gewünschten Zielgruppe in der Regel sehr viel einfacher“, erklärt Frank Hartung, Sachverständiger für Datenschutz aus Dessau-Roßlau. Zudem ist es möglich, sich mithilfe der sozialen Medien von der Konkurrenz abzuheben: „Wer dort präsent ist, der gilt als trendy – ein Vorteil, der sich gerade bei jüngeren Käufern oder Kunden bemerkbar macht“, so der Experte.