E-Mobilität: Werkstattumsätze sollen bis 2025 stabil bleiben

ZDK überarbeitet Studie zur Elektromobilität

| Autor: Christoph Baeuchle

(Bild: Bosch)

Diverse Automobilhersteller überbieten sich mit der Ankündigung von Modelloffensiven im Bereich der Elektromobilität. Spätestens in zwei bis drei Jahren wird vermutlich auch für den deutschen Markt eine Vielzahl neuer Elektromodelle verfügbar sein, die für unterschiedlichste Bedürfnisse genutzt werden können. Entsprechend ist bei der E-Mobilität mit einem weiteren Schub zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund hat der ZDK seine erstmals 2016 aufgelegte Studie „Elektromobilität 2025“ überarbeitet. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Auswirkungen der E-Mobilität auf das Geschäftsfeld Aftersales. Umsatzeinbrüche im Service sind zunächst nicht zu befürchten. Das zeigt die Studie am Beispiel der „Großen Wartung“. Die Analyse ermittelt hier einen inflationsberücksichtigten Rückgang bei den Gesamtumsätzen von 3,6 Prozent bis 2025. Insgesamt sieht die Studie ein Umsatzpotenzial bei der „Großen Wartung“ 2025 von knapp 7,8 Milliarden Euro.

Zugrunde liegt folgende Entwicklung: Derzeit sind rund 98 Prozent des Fahrzeugbestands Diesel und Benziner. Die verbleibenden zwei Prozent teilen sich Elektro- und Hybrid- sowie mit Gas betriebene Autos. Wobei Letztere rund ein Prozent des Gesamtbestands ausmachen. Das ändert sich in den nächsten Jahren: Für 2025 prognostiziert der Verband, dass rund drei Viertel der Bestandsfahrzeuge mit einem Verbrenner angetrieben werden, Benziner (41 Prozent) liegen nur noch leicht vor Diesel (33 Prozent). Das verbleibende Viertel teilen sich Hybride (16 Prozent), reine Elektroautos (5 Prozent) und weitere Alternativantriebe (5 Prozent).

Sollte es tatsächlich zu einem umfassenderen Wandel in Richtung Elektromobilität kommen und sich dieser – wie in der Studie angenommen – im ersten Schritt in einem zunehmenden Bestandsanteil von Hybridfahrzeugen bemerkbar machen, könnten die Werkstätten mit einem Anstieg der Wartungsumsätze im Pkw-Bereich rechnen.

Um davon zu profitieren, müssen sich Kfz-Betriebe entsprechend positionieren. Nur wenn ein Betrieb für alle gängigen Antriebstechniken als kompetenter Ansprechpartner in Erscheinung treten würden und von den Kunden auch so wahrgenommen würden, ließen sich Anteile des Wartungsbestandes gewinnen, so der ZDK. Wandlungsfähigkeit, Flexibilität, eine stärkere Einbindung digitaler Elemente und nicht zuletzt der persönliche Auftritt gegenüber dem Kunden seien die Gradmesser für ein nachhaltiges und ertragreiches Servicegeschäft.

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