Interview mit dem ZDK-Präsidenten
„Die Restwerte bleiben zentrales Thema“
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Thomas Peckruhn hält Prämien nicht für ausreichend, um den Hochlauf der Elektromobilität zu fördern. Er fordert Planungs- und Investitionssicherheit sowie eine verbesserte Ladeinfrastruktur. Für 2026 rechnet er mit einem leichten Plus bei den Neuzulassungen
Wo steht der Autohandel zum Ende des Jahres 2025? Mit welchem Szenario rechnen Sie in einem Jahr?
Thomas Peckruhn: Seit Inkrafttreten der neuen Flotten- und Emissionsvorgaben zeigt sich deutlich: Der Hochlauf der Elektromobilität belastet den Handel stark. Um ihre CO₂-Ziele zu erreichen, drücken Hersteller mit Boni und Margen große E-Auto-Stückzahlen in den Markt – zulasten der Händlererträge. Auch 2025 bleibt der Markt mit unter drei Millionen Neuzulassungen auf Corona-Niveau. Klare politische Impulse für Privatkunden fehlen, während vage Förderankündigungen der Bundesregierung zusätzlich Verunsicherung und Kaufzurückhaltung erzeugen. Wir erwarten bei Verbrennern einen stabilen Marktanteil, da die neue CO₂-Bepreisung erst 2026 greift. Verkaufsaktionen könnten zudem zusätzliche Nachfrage auslösen. Chinesische Marken professionalisieren ihren Vertrieb in rasantem Tempo und gewinnen spürbar an Marktanteil. Für 2026 rechnen wir daher mit einem leichten Plus bei den Neuzulassungen – allerdings verschärft das wachsende Fahrzeugangebot den Verdrängungswettbewerb und belastet die Renditen von Herstellern, Importeuren und Händlern.
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