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E-Mobilität zum Anfassen stößt auf Resonanz

| Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Wolfgang Michel

Mit den E-Mobilitätswochen hat Volkswagen tausende Berliner mit den Mobilitätangeboten der Zukunft in Kontakt gebracht. Seine Deutschlandpremiere erlebt dabei der E-Golf.

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Volkswagen hat während der E-Mobilitätswochen in Berlin für seine Angebote mit Elektroantrieb geworben.
Volkswagen hat während der E-Mobilitätswochen in Berlin für seine Angebote mit Elektroantrieb geworben.
(Foto: VW)

Zum 40. Geburtstag des Golf am 29. März hat sich Volkswagen ein besonderes Geschenk gemacht: den E-Golf. In Berlin haben Kunden und Interessenten vom 8. bis 21. März während der E-Mobilitätswochen nun von dem Angebot Gebrauch gemacht, den elektrifizierten Kompaktwagen und weitere E-Mobile der Marke hautnah zu erleben. Die Präsentation „Electrified!“ auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof sei auf großes Interesse gestoßen, bilanzierte Stephan Grühsem, Leiter Kommunikation des VW-Konzerns.

Ein Publikumsmagnet war der E-Golf – der elektrische Spross jener Baureihe, mit der viele Besucher aufgewachsen sind. Für den zugegeben gut ausgestatteten viertürigen E-Golf sind 34.900 Euro fälig. Damit ist das E-Modell rund 3.000 Euro teurer als sein Diesel-Bruder. Zur Benzin-Schwester macht der Aufpreis sogar rund 5.000 Euro aus. Serienmäßig an Bord sind dafür 16-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, das Radio-Navigationssystem „Discover Pro“ sowie Standheizung und Klimaautomatik.

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Inwieweit die Ausstattung die Besucher der E-Mobilitätswochen wirklich beeindruckte, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass sie zu Tausenden in die alten Hallen kamen – um den E-Golf kennenzulernen und am Abend die Flughafenhallen als Partymeile nutzten. Die Berliner haben es verstanden, den Geburtstag des Golf und die Premiere des E-Golf zu feiern.

Zu konkreten Absatzzahlen hierzulande wollte sich jedoch kein Wolfsburger Manager äußern. Spannend wird es demnach ab Juni: Dann kommt der E-Golf in die Ausstellungsräume der VW-E-Händler – nicht nur in Berlin. Der neue Volkswagen soll die Menschen in ganz Deutschland ansprechen. Zusätzliche Anreize bietet er unter anderem durch das Paket namens „Rundum-sorglos-Service“. Dazu gehört beispielsweise in den ersten drei Jahren ein kostenloser Leihwagen für bis zu 30 Tage. Ein weiterer Pluspunkt ist die achtjährige Batteriegarantie bis zu einer Laufleistung von 160.000 Kilometern.

Tanken zwischen 13 Stunden und 30 Minuten

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der E-Golf sowohl innen als auch außen nicht vom Rest der Golf-Geschwister. Selbst der Kofferraum ist nur 38 Liter kleiner. Aber natürlich gibt es auch spürbare Unterschiede: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt abgeregelte 140 km/h, die Reichweite liegt je nach Fahrmodus (Normal, Eco, Eco+) bei 130 bis 190 Kilometern. Die drei wählbaren Leistungsstufen betragen 85 kW/115 PS, 70 kW/95 PS und 55 kW/75 PS. Bleibt noch das Auftanken: Maximal 13 Stunden dauert der Vorgang bei vollständig entladener Batterie mit dem Netzladekabel an der klassischen 230-Volt-Steckdose. Deutlich schneller geht es in rund acht Stunden an der sogenannten Wallbox. Und in nur 30 Minuten geschieht das Nachtanken auf 80 Prozent der Ladekapazität an einer CCS-Ladestadion.

Doch zurück zum E-Golf und der E-Mobilitätsstrategie von Volkswagen: Thomas Liebler, der Leiter E-Traktion des VW-Konzern, formuliert die Kernbotschaften seines Arbeitgebers mit den Worten: „Elektromobilität muss bezahlbar sein, und im Auto muss man auch hinten sehr gut sitzen können!“ Ferner gehe es darum, Alltags- und Familientauglichkeit in der Großserienfertigung sicherzustellen. „Wir brauchen keine Nische, wir benötigen kein spezielles Werk bzw. eine eigene Fertigungsstraße“, sagte Liebler in Berlin. Nur die gewählte Baukastenstruktur stelle die Zukunftsfähigkeit des VW-Konzerns sicher. Der E-Golf wird am Band zwischen den Benziner- und Dieselmodellen gefertigt.

Fazit: Mit dem E-Golf kommt im Sommer ein E-Auto auf den Markt, das der automobilen Elektromobilität hierzulande zu einem echten Schub verhelfen könnte. Eine Frage bleibt: Inwieweit sind die Golf-Fahrer in Deutschland wirklich bereit auf den alternativen Antrieb umzusteigen? Ausreden gibt es mit dem Start des E-Golfs jetzt deutlich weniger!

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