Sixt baut globales Replacement-Geschäft aus
„Wir kommen zum Kunden – nicht umgekehrt“
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Für Sixt soll die Ersatzmobilität im Autohandel zum strategischen Wachstumstreiber werden. Start des neuen Businessmodells ist eine Kooperation mit der Autohaus König Gruppe. Weitere große Handelsgruppen sollen bald folgen.
Die Autohaus König Gruppe mit über 80 Standorten bundesweit ist einer der ersten großen Partner im Automobilhandel, mit denen Sixt sein neues Replacement-Konzept in die Praxis überführt. Replacement bedeutet, Ersatzmobilität bereitzustellen, wo immer sie im Autohaus- und Werkstattgeschäft benötigt wird – wenn der Wagen in der Werkstatt ist, der Liefertermin für den bestellten Neuwagen nicht eingehalten werden kann oder nach einem Unfall. Diese serviceorientierte Ausrichtung ist der grundlegende Unterschied zum klassischen Mietwagengeschäft: „Im klassischen Mietwagengeschäft kommt der Kunde zu uns. Im Replacement kommen wir zum Kunden“, bringt es Nima Kalantari, der seit Januar 2026 das globale Replacement-Geschäft bei Sixt verantwortet, auf den Punkt. Konkret bedeutet das eine vollständige Integration in die Serviceprozesse der Autohauspartner. So wird das Ersatzfahrzeug direkt am Autohaus bereitgestellt oder bei Bedarf am Wohn- oder Arbeitsort des Kunden zugestellt. Die Abholung an der Sixt Station ist natürlich ebenfalls möglich. Der Rollout des neuen Sixt-Businessmodells begann bei der König Gruppe im Großraum Berlin und wird sukzessive auf weitere Standorte ausgedehnt.
Die praktische Abwicklung orientiert sich an der Standortgröße und Infrastruktur des Autohauses. Denkbar ist, dass ein Fahrzeugpool von Sixt direkt beim Autohaus stationiert ist. Um perspektivisch den Zugang rund um die Uhr zu gewährleisten, prüft das Unternehmen den Einsatz von digitalen Keyboxen. Diese würden eine 24/7-Verfügbarkeit ermöglichen, unabhängig von den Öffnungszeiten des Autohauses. „Der Kunde kann sein Auto abstellen und sich seinen Ersatzwagen direkt mitnehmen. Das ist ein einfacher Prozess und komplett digital abzuwickeln – selbst mit Führerscheinkontrolle“, erklärt Vinzenz Pflanz, Chief Business Officer und Vorstandsmitglied der Sixt SE. Diese Barrierefreiheit schaffe Flexibilität für den Endkunden und entlaste auch die Servicemitarbeiter im Autohaus, ergänzt Kalantari.
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