Elektromobilität: Warum sich ländliche Regionen besser eignen

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Setzt sich die Absatzentwicklung der E-Modelle fort, dürfte das Ziel von einer Million E-Autos auf deutschen Straßen Anfang 2023 erreicht werden, hat Horvath hochgerechnet. Gleichwohl ist es noch ein langer Weg, den Verbrenner signifikant durch Elektroautos zu ersetzen. Ende 2022 würde der Anteil der Stromer an der gesamten Pkw-Flotte trotz allen Wachstums nur zwei Prozent betragen. Bis 2030 werde der Anteil, wenn der Verkauf nicht explosionsartig steigt, nur bei 15 bis 20 Prozent liegen.

Auch Horvath & Partners sieht in der Ladeinfrastruktur weiterhin einen Schlüssel zum Durchbruch. Beim Ausbau habe es zuletzt aber deutliche Fortschritte gegeben. Die Zahl der öffentlichen und halb-öffentlichen Ladepunkte erreichte Ende 2019 bereits 24.000 gestiegen – ein Anstieg um 49 Prozent im Vergleich zu 2018. Bereits damals war die Zahl um knapp 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 geklettert. Auch im laufenden Jahr dürfte das Ladenetz um weitere 50 Prozent wachsen.

Kein Grund mehr für Reichweitenangst

Dass das Augenmerk auf die Landbewohner hilfreich sein kann, die E-Mobilität weiter zu fördern, macht auch ein weiterer Umstand klar: Die durchschnittliche Reichweite von E-Autos ist deutlich gestiegen, so dass die Reichweitenangst auch bei längeren Anfahrtswegen vom Land in die Stadt nicht mehr real begründbar ist. Laut dem Faktencheck E-Mobilität stieg die Reichweite von 267 Kilometern im Jahr 2018 auf etwa 325 Kilometern im Jahr 2019.

„Der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur kann somit ein Beitrag sein, die Nutzung von Elektromobilität in allen Regionen zu steigern und damit auf dem Weg zu einer klima-freundlichen Mobilität ein weiteres gutes Stück voranzukommen“, fasst die KfW zusammen. Die staatliche Förderung privater Wallboxen dürfte in dieser Hinsicht ein passendes Mittel sein, der E-Mobilität weiteren Schwung zu geben.

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