Maxus Entwicklungsbremse durch Corona

Autor: Andreas Wehner

Eine neue Marke etablieren mitten in der Pandemie? Dass es da einige Fallstricke gibt, stellt das chinesische Transporterfabrikat Maxus gerade fest. Importeursgeschäftsführer Ulrich Mehling ist dennoch zuversichtlich und will das Ziel, Ende des Jahres 60 Händler am Netz zu haben, nicht aufgeben.

Firmen zum Thema

Neues Gesicht in der Transporterwelt: der Hersteller Maxus (im Bild mit dem Modell Deliver 3).
Neues Gesicht in der Transporterwelt: der Hersteller Maxus (im Bild mit dem Modell Deliver 3).
(Bild: Maxomotive)

Der Absatz des chinesischen Transporterfabrikats Maxus läuft nicht so gut, wie es die Verantwortlichen erwartet haben. „Wir sind noch nicht auf dem Niveau, das wir uns wünschen, sehen das Projekt aber langfristig.“, sagte Ulrich Mehling, Geschäftsführer des Importeurs Maxomotive Deutschland, ohne Zahlen zu nennen. Die Covid-19-Pandemie habe den Start deutlich erschwert, erläuterte Mehling im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

„Ohne die Pandemie hätten wir ganz andere Möglichkeiten, Partner zu akquirieren. Es hätte eine Nutzfahrzeug-IAA gegeben, auf der wir einerseits die Fahrzeuge hätten präsentieren können und andererseits viele Gespräche hätten führen können. Aktuell müssen wir viele Dinge online oder in Einzelgesprächen erledigen. Das kostet deutlich mehr Zeit.“

Maxus E-Deliver 3: Elektrisch in der Stadt
Bildergalerie mit 7 Bildern

Dennoch ist Mehling zuversichtlich, sein zum Marktstart verkündetes Ziel zu erreichen, bis Ende 2021 60 Partner am Netz zu haben. Aktuell hat Maxus 25 Partner. „Was wir nicht erwartet hätten: Auch große Gruppen haben starkes Interesse“, sagte der Geschäftsführer.

Etwas ähnliches beobachtet er bei den Kunden. Obwohl Maxus als Marke noch recht unbekannt ist, sind auch große Flotten interessiert. „Der Markt für elektrisch angetriebene Transporter ist noch sehr klein. Wenn man mal von Streetscooter absieht – aber das ist ein Sonderfall – verkaufen alle Fabrikate nur kleine Stückzahlen“, sagte Mehling. Aber die Nachfrage sei da und werde schnell wachsen.

Maxus EV80: Großer Stromer
Bildergalerie mit 6 Bildern

Den Vorteil bei Maxus sieht er in der Verfügbarkeit. Für gewöhnlich sei ein bestelltes Fahrzeug innerhalb von drei bis vier Wochen vor Ort. Maxus hat aktuell zwei Fahrzeuge mit Elektroantrieb und ergänzend ein Diesel-Modell in Sprintergröße im Angebot. Wie die jüngst nach Deutschland zurückgekehrte Marke MG gehört Maxus zu Chinas größtem Autokonzern SAIC.

(ID:47325293)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«