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Ersatzteile: Original oder nachgemacht

| Autor / Redakteur: Dr. Wolf-Henning Hammer, Rechtsanwalt, Kanzlei Voigt, zentrale@kanzlei-voigt.de / Joachim von Maltzan

Kfz-Werkstätten stehen immer wieder vor der Frage, ob sie bei der Kfz-Instandsetzung Originalteile verwenden müssen oder ob sie auch solche des Aftermarkets nutzen können. Was ist hierbei zu beachten?

Jede Werkstatt sollte genau prüfen, woher die Ersatzteile stammen, die sie für Reparaturen verwenden will.
Jede Werkstatt sollte genau prüfen, woher die Ersatzteile stammen, die sie für Reparaturen verwenden will.
(Bild: © Jana Schönknecht - stock.adobe.com)

Die Fertigungstiefe der Hersteller in der Automobilindustrie beträgt gegenwärtig rund 25 Prozent. Die restlichen 75 Prozent der Wertschöpfung entfallen auf Zulieferer. Somit sind in einem Neufahrzeug bei dessen Auslieferung an den Kunden bereits „Originalteile“ verbaut, deren Ursprung nicht beim Hersteller selbst liegt. Ob es sich dabei um patent- oder designrechtlich geschützte OEM-Teile handelt, ist egal. Das Logo oder die Teilenummer des Herstellers gehört quasi dazu. Schließlich steht OEM für „Original Equipment Manufacturer“. Im Idealfall arbeiten der OEM und der Hersteller partnerschaftlich zusammen.

Keine OEM-Teile sind die OE-Teile, die oft mit diesen verwechselt werden. Dies ist naheliegend, da diese Teile in der Regel von einem Erstausrüster gefertigt werden. Während die OEM-Teile allerdings mit dem Logo des Herstellers versehen werden, fehlt dies bei den „Teilen in Erstausrüsterqualität“. Diese werden von vornherein für den Aftermarket produziert und unter einer anderen Marke vertrieben.