Evangelos Hatzikoitsis vom Mercedes-Tuner Lorinser betont, dass der zunehmende Einfluss der Hersteller nicht von jetzt auf nachher kam. Dies sei eine Entwicklung, die bereits vor einigen Jahren begonnen habe und die sich seiner Meinung auch weiter fortsetzen wird. Entscheidend für den weiteren Erfolg sei es, sich und der Marke treu zu bleiben. Und: Sich nicht nur auf Europa zu konzentrieren, sondern in zusätzliche Märkte zu gehen.
Positive Prognose
Auch Bodo Buschmann, Vorstandsvorsitzender des VDAT und Geschäftsführer von Brabus, hält den Export für mit entscheidend: „Wenn ich in China nicht mitspiele, muss ich mich nicht wundern, wenn meine Absatzzahlen zurückgehen.“
Buschmann betont weiter, dass 56 Prozent der VDAT-Mitglieder ihren Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres halten konnten. Die restlichen 44 Prozent hätten ihn sogar weiter steigern können. Ebenso erfreulich sei es, dass 20 Prozent der Mitgliedsfirmen im vergangenen Jahr zusätzliche Stellen geschaffen und weitere Mitarbeiter eingestellt haben.
Was die Prognosen für das kommende Jahr angeht, ist Buschmann ebenfalls optimistisch: 79 Prozent der VDAT-Mitglieder erwarten auch für 2013 einen Umsatz auf demselben Niveau wie in diesem Jahr oder sogar eine weitere Steigerung. Dafür spricht laut Buschmann, dass 82 Prozent der Tuningfirmen im VDAT sogenannte Global Player sind. Durch die Präsenz auf den internationalen Märkten, die teilweise sehr stark wachsen, könne ein eventueller Rückgang auf anderen Märkten entsprechend ausgeglichen werden.
„Die Branche kann deshalb optimistisch in die Zukunft blicken“, meint Buschmann. Und er verweist dabei auf sein eigenes Unternehmen: Brabus werde demnächst sein mittlerweile drittes Werk bauen und denke sogar schon über den Bau eines vierten nach.
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