Europas Nutzfahrzeugmarkt gibt kräftig Gas

Autor / Redakteur: cb/gr / Christoph Baeuchle

Bei den Nutzfahrzeugen läuft’s: Im Mai legten die europäischen Neuzulassungen um 8,7 Prozent zu. Damit setzt sich die positive Entwicklung seit Jahresbeginn nicht nur fort, sondern legt sogar noch einen Zahn zu.

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Gefragte: Die Neuzulassungen legten bei mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen im Mai europaweit im zweistelligen Prozentbereich zu.
Gefragte: Die Neuzulassungen legten bei mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen im Mai europaweit im zweistelligen Prozentbereich zu.
(Bild: Daimler)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat im Mai kräftig zugelegt: Die Neuzulassungen seien europaweit (EU plus Efta) um 8,7 Prozent auf knapp 239.000 Einheiten gestiegen, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit. Seit Jahresbeginn ist der Markt mit einem Zuwachs von 6,5 Prozent auf 1,1 Millionen Nutzfahrzeuge deutlich im Plus.

Zu den Treibern der Entwicklung gehört die Nachfrage in Deutschland und Frankreich, wo die Zuwächse mit 24,7 Prozent und 12,6 Prozent deutlich im über dem Vorjahresmonat lagen. Wesentlich geringer fielen die Zuwächsen bei den drei anderen Big-Five-Länder aus: Großbritannien (+4,8 %), Italien (+4,7 %) und Spanien (+1,5%) wuchsen nur einstellig.

Das Wachstum zog sich im Mai durch alle Segmente: von den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen (+6,1 %), über die mittelschwere (+21,6 %) bis zur schweren Klasse über 16 Tonnen (+21,2%) bis zu den Bussen (+23,6 %).

Dabei unterscheidet sich die Entwicklung in den einzelnen Ländern: Während die leichten Nutzfahrzeuge in Deutschland (+23,5 %) um knapp ein Viertel zulegen, kommen sie in den anderen großen Ländern wie Frankreich (+9,5 %), Großbritannien (+5,4 %) und Italien (+5,1 %) nur auf einstellige Zuwächse oder stagnieren gar wie in Spanien (-0,1 %).

Ähnlich groß sind die Unterschiede auch bei schweren Nutzfahrzeugen, allerdings sind die Zahlen deutlich besser: In Frankreich (+35,5 %) und Deutschland (+25,2 %) schnellen die Neuzulassungen nach oben, während sie in Großbritannien (+6,2 %) und Italien (+5,0 %) lediglich im mittleren einstelligen Bereich zulegen.

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