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Exklusiv: Great Wall Motors denkt weiter an Jeep-Übernahme

Autor: Christoph Seyerlein

Schon bald will Great Wall Motors der größte SUV-Hersteller der Welt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, zieht es die Chinesen zum einen in neue Märkte. Zum anderen sind Zukäufe ein Thema.

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(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Erst kürzlich hatte Great Wall Motors mit seiner Ankündigung, Jeep aufkaufen zu wollen, für Aufsehen gesorgt. Der Fiat-Chrysler-Chef sah sich direkt zu einer Stellungnahme genötigt, dass das Fabrikat nicht zum Verkauf stehe. Die Chinesen selbst wollen sich davon aber offenbar nicht beirren lassen. Great-Wall-Chef Wei Jianjun, der in der Öffentlichkeit auch unter dem Namen Jack Wey auftritt, sagte am Rande der IAA im Gespräch mit »kfz-betrieb«: „Kaufen und Verkaufen gehört in der Automobilbranche zum Alltag. Wenn der Preis stimmt, wollen wir Jeep kaufen.“

Welche Summe für ihn in Frage käme, wollte Wey nicht verraten. Gerüchte, wonach Great Wall Motors sogar an einer Übernahme des gesamten Fiat-Chrysler-Konzerns arbeite, zerstreute Wey: „Für uns ist nur Jeep interessant.“

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Ob mit Jeep-Übernahme oder nicht – ein Ziel hat Great Wall Motors fest im Blick: Schon in naher Zukunft wollen die Chinesen der größte SUV-Hersteller der Welt sein. Dafür will der Autobauer mit seiner neu gegründeten Premiummarke „Wey“ schon bald auch außerhalb Chinas in Erscheinung treten. „Uns zieht es nach Nordamerika und Europa“, sagte Wey. Ab 2021 will er in beiden Regionen Autos verkaufen.

Zudem plant der Hersteller, bereits 2019 eine Produktion in Russland aufzuziehen, die 150.000 Neuwagen im Jahr hervorbringen soll. Zurückhaltender äußerte sich Wey bei der Frage nach möglichen Händlernetzen in Nordamerika und Europa. Die genaue Vorgehensweise im Vertrieb sei noch in Planung.

Bis 2022 soll so der Absatz von Great Wall Motors auf über zwei Millionen Einheiten wachsen. Im vergangenen Jahr hatten die Chinesen erstmals die Millionen-Grenze geknackt, in China hat der Hersteller 14 Jahre in Folge die meisten SUVs verkauft. Stärkstes Fabrikat der Chinesen ist Haval.

Weltweit soll aber wie erwähnt die Marke Wey stärker in den Fokus rücken. Bislang hat Great Wall zwei Wey-Modelle in China auf den Markt gebracht: im April den VV7 und ganz frisch im August den kleineren VV5. In den nächsten Jahren sollen weitere SUV-Modelle folgen, Jack Wey kündigte beispielsweise einen VV6 an. Zudem präsentierte die Marke in Frankfurt ein Hybridmodell namens P8 und eine reinelektrische Studie.

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Mehr zu den Plänen von Jack Wey lesen Sie in einer der kommenden Print-Ausgaben des »kfz-betrieb«

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«