F-kubik: „Goldener Kolben“ für Dieter Dressel

Auszeichnung durch das Forum für Fahrzeuggeschichte

| Autor: Steffen Dominsky

Der „Goldene Kolben 2020“ ging an Dieter Dressel (re.), dem Gründer und Betreiber des Museums „Central Garage“.
Der „Goldene Kolben 2020“ ging an Dieter Dressel (re.), dem Gründer und Betreiber des Museums „Central Garage“. (Bild: Dominsky/»kfzbetrieb«)

„Von Enthusiasten für Enthusiasten“ lautet das Motto von Dieter Dressel. Der ist – auf Neudeutsch – ein „Petrolhead“, also ein Mann mit Benzin im Blut, vor allem mit „altem“ Benzin. 2007 eröffnete der Auto- beziehungsweise Oldtimerenthusiast in Bad Homburg vor der Höhe (nördlich von Frankfurt) das Automobilmuseum „Central Garage“. Das wurde, gerade auch dank seiner stetig wechselnden Ausstellungen rund um die Automobilität, ein Treffpunkt für viele Oldtimerfans weit über die Region hinaus.

Die kostenfrei zugänglichen Themenausstellungen werden ausschließlich durch Spenden finanziert und erzielen immer wieder eine außergewöhnliche Resonanz in der breiten Öffentlichkeit. Einblick gewährt Dressel auch in viele historische Quellen aus zusammengeführten Sammlerbeständen. Durch Katalogisierung seiner permanent weiterentwickelten Bibliothek mit bald 10.000 Bänden, darunter sehr seltene Druckwerke, hat er für die Nachwelt die Grundlagen eines „Central Archivs“ geschaffen, in dem die Vielfalt der Fahrzeugentwicklung dokumentiert ist.

Für sein Lebenswerk hat die Gruppe F-kubik (siehe unten) Dieter Dressel nun den „Goldener Kolben“ verliehen. Diese Auszeichnung erhalten Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um die Pflege der Automobilgeschichte verdient gemacht sowie zur positiven Entwicklung der deutschen Oldtimerszene und zur Zugänglichkeit historischer Quellen beigetragen haben. „In ihrer Komplexität verkörpert die Sammlung von Dieter Dressel einen hohen kulturhistorischen Wert, der auch äußerlich in der fachgerecht und in höchster Qualität ausgeführten Aufbereitung der Zeugen und Raritäten seinen sinnfälligen Ausdruck findet. Sie öffnet die Möglichkeit zu wissenschaftlichen Forschungen ebenso wie für Veröffentlichungen verschiedenster Art über automobilrelevante Themen wie Straßenverkehr, Lebensgewohnheiten, Mobilitätsveränderungen, Mode, Zeitgeist und kann insofern einen interessanten Zugang auch für Historiker, Fachautoren und Journalisten bieten“, lobte Laudator Professor Peter Kirchberg (Dresden) Dressels Leistungen und Engagement. Bereits seit 2006 wird der Preis anlässlich der Eröffnung der OIdtimersaison auf der Bremen Classic Motorshow vergeben.

Über F-kubik

Das „Forum für Fahrzeuggeschichte“, kurz F-kubik, ist eine Gruppe von Fahrzeughistorikern, Motorjournalisten und Verlegern zur Stärkung der Bedeutung der Fahrzeuggeschichte in der Öffentlichkeit. Zur Gruppe zählen Eckhart Bartels, Lars Döhmann, Horst-Dieter Görg, Ulrich Knaack, Peter Kurze, Rainer Manthey, Burkhard Schäfer, Halwart Schrader, Udo Stünkel und Hans-Joachim Weise.

Neben anerkannten eigenen Veröffentlichungen oder Expertisen zu historischen Fahrzeugen bündelt die Gruppe seit 2001 ihr Fachwissen zur Fahrzeuggeschichte bei der Mitarbeit in Projekten der Industrie, öffentlichen Einrichtungen und privaten Sammlungen sowie bei Oldtimerveranstaltungen und -messen wie der Bremen Classic Motorshow. Für die interessierte Öffentlichkeit werden in regelmäßiger Folge Symposien zur Fahrzeuggeschichte an wechselnden Orten durchgeführt. Die Beiträge namhafter Referenten werden in der Buchreihe „Archiv zur Fahrzeuggeschichte“ in begrenzter Auflage herausgegeben.

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