Autoscout 24 Fahrzeugbörse stellt sich auf Aus für Cookies ein

Autor: Martin Achter

Nach anderen Browser-Anbietern will Google es Werbungtreibenden bald erschweren, Nutzeraktivitäten zu Werbezwecken durch Cookies nachzuverfolgen. Die Onlinebörse Autoscout 24 hat jetzt eine Lösung gefunden, wie sie mit dieser Neuerung umgeht.

Firmen zum Thema

Aus für Drittanbieter-Cookies: Die Onlinebörse Autoscout 24 hat sich für eine technologische Lösung entschieden, mit der Werbungtreibende über die Plattform auch künftig gezielt bei Nutzern werben können.
Aus für Drittanbieter-Cookies: Die Onlinebörse Autoscout 24 hat sich für eine technologische Lösung entschieden, mit der Werbungtreibende über die Plattform auch künftig gezielt bei Nutzern werben können.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Autoscout 24 führt eine technische Lösung für die Nachverfolgung von Onlinenutzern und ihrer Nutzungsaktivität nach dem Aus der sogenannten Werbe-Cookies ein. Der Fahrzeugmarktplatz habe sich für einen entsprechenden Service des Anbieters Zeotap entschieden, wie dieser mitteilte. Das Berliner Technologieunternehmen setzt mit seinem Angebot darauf, Nutzer über ihre E-Mail-Adresse zu identifizieren und will seinen Dienst als eine Art Branchenstandard bei Werbungtreibenden etablieren.

Nach Angaben von Zeotap werden Nutzer auf Autoscout 24 künftig unter anderem über ihre Anmeldedaten identifiziert, um sie dann gezielt mit Werbung von Drittanbietern bespielen zu können. Nutzer, deren E-Mail-Adressen bekannt sind, können demnach mit der Technologie von Zeotap markiert werden, damit sie für Werbungtreibende auch nach dem Aus von Werbe-Cookies sichtbar sind und über mehrere Onlineangebote hinweg verfolgt werden können.

Werbung als Einnahmequelle für Onlinebörsen

Autoscout 24 will auf seinem Onlinemarktplatz künftig verstärkt Anreize dafür schaffen, dass Nutzer sich registrieren und immer wieder anmelden. Onlinewerbeeinnahmen dürften bei Autoscout 24 ein zentraler Treiber dieser Strategie sein. Verschiedene Onlinefahrzeugbörsen vermarkten Teile ihrer Internetplattformen als Werbeplätze an dritte Unternehmen.

Unterschiedliche Browser-Anbieter hatten in den vergangenen Jahren angekündigt, künftig sogenannte Third-Party-Cookies blockieren zu wollen. Google nennt dafür Datenschutz-Bedenken von Verbrauchern als Motiv. Da der Google-Browser Chrome besonders stark verbreitet ist, ist die Entscheidung des US-Konzerns für Werbungtreibende bedeutsam. Auch auf das Onlinemarketing von Kfz-Betrieben können sich diese Änderungen auswirken.

(ID:47502532)

Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«