FCA: Aus zwei mach eins

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Der FCA-Konzern will mit Jeep und Alfa Romeo beim Premium-Publikum punkten, preisbewusste Fiat-Fans aber nicht vergraulen. Gelingt dieser Spagat auch im Service?

(Bild: Rosenow)

Gab es da nicht mal einen Witz, in dem die Chefs Italiener, die Mechaniker Deutsche und die Köche Amerikaner sind? Und ergab das dann den Himmel oder die Hölle? Betrachtet man das Servicegeschäft bei Fiat, Entschuldigung, Fiat Chrysler Automobiles, fühlt man sich ein wenig an diese Arbeitsteilung erinnert. Denn im deutschen FCA-Servicenetz müssen die Mechaniker nach den Rezepten vorgehen, die ihnen die italienischen Chefköche diktieren – und dabei auch ein paar amerikanische Zutaten verarbeiten. Aber der Reihe nach.

Die Übernahme des Chrysler-Konzerns durch Fiat scheint sich zu einer Erfolgsgeschichte zu entwickeln. Auch wenn FCA-Chef Sergio Marchionne immer mal wieder mit einem Verkauf seines Unternehmens liebäugelt, kann sich der italienisch-amerikanische Autohersteller doch auch sehen lassen: Die Stammmarke Fiat baut ihr Produktportfolio deutlich aus und verzeichnet steigende Zulassungszahlen, Jeep befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs, und nun kehrt sogar Alfa Romeo in einer Form zurück, die wohl kaum ein Markenfan für möglich gehalten hätte: mit einer eigenständigen Heckantriebs-Plattform!