Fiat-Händlernetz: Mühsamer Umbau

Redakteur: Jens Rehberg

Der Weg zu einem zeitgemäßeren Auftritt mit breiterem Modellangebot ist für Fiat nicht einfach. Viele bisherige Partner wollen oder können nicht mitziehen. Anderen dagegen geht es zu langsam. Der Plan an sich bietet durchaus Chancen.

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Fiat-Händlersprecher Wilfried Blöbaum schaut von seinem Schreibtisch auf: „Die haben mein Verkaufsgebiet geändert“, bemerkt er fassungslos, nachdem er den Vertragstext aufgeschlagen hat, um eigentlich etwas ganz anderes nachzulesen. Er überprüft die Städtenamen, aber einige fehlen. „Was soll’s, den unterschreibe ich eh nicht“, sagt er. Blöbaum ist nicht der einzige Händler, der kein gutes Haar am Importeur lässt, wenn er Anekdoten aus der Zusammenarbeit erzählt – die Geschichten sind zum Teil haarsträubend.

Auch im Büro des Fiat-Deutschland-Chefs Henrik Starup-Hansen knistert die Luft, wenn das Gespräch mit dem Redakteur den Händlerverband streift. Der gebürtige Däne spricht schneller und lauter, auch der Pressesprecher wirft etwas ein, ohne eine Sprechpause abzuwarten. Der Handrücken des Managers fällt dumpf auf die Glasplatte des Tisches, es dauert etwas, bis sich das Gespräch wieder auf einen normalen Rhythmus eingependelt hat.