Flottenmarkt: Importeure jagen deutschen Herstellern immer mehr Anteile ab

Skoda, Renault und Seat am stärksten

| Autor: Christoph Seyerlein

Skoda hat unter den Importeuren den größten Marktanteil im Flottengeschäft.
Skoda hat unter den Importeuren den größten Marktanteil im Flottengeschäft. (Bild: Skoda)

Ausländische Automarken gewinnen im Flottengeschäft immer mehr an Bedeutung. Wie aus einer Analyse der Marktforscher von Dataforce hervorgeht, lag der Marktanteil von Fabrikaten mit Hauptsitz im Ausland erstmals in jenem Segment bei über 30 Prozent. Zum Vergleich: Anfang des Jahrzehnts waren es noch lediglich rund 20 Prozent.

Besonders stark unterwegs ist Skoda. Die VW-Tochter liegt per Juli mit einem Marktanteil von 7,7 Prozent im Flottenbereich unter den Importeuren klar vorne. Damit haben die Tschechen im Gewerbekundengeschäft einen höheren Marktanteil als bei den Privatkunden (6,7 %). Ähnlich verhält es sich beim Zweiplatzierten unter den Importeuren, Renault (4,4 % Flottenmarktanteil, 2,9 % Privat). Der Drittplatzierte Seat ist dagegen im Privatkundengeschäft noch stärker als bei Gewerbekunden (3,1 % Flotte, 4,4 % Privat).

Dass die deutschen Hersteller immer noch den Großteil des Flottengeschäfts unter sich aufteilen, hat aus Sicht von Dataforce mehrere Gründe. Unter anderem spielen Parameter wie Car Policies, dichtere Händlernetze und höhere Restwerterwartungen den Analysten zufolge eine Rolle. Gerade bei Importeursmarken würden dagegen aus Angst vor hohen Wertverlusten viele gewerblich genutzte Autos bereits nach einem Jahr wieder verkauft. Bei Nissan, Kia, Toyota, Renault und Hyundai sei das bei rund einem Drittel aller Fahrzeuge der Fall. Anders verhält es sich dagegen bei Volvo. Die Autos der Schweden bleiben demnach häufig drei bis vier Jahre im Fuhrpark der Käufer.

In die Dataforce-Analyse sind nur echte Flottenzulassungen eingeflossen. Eigenzulassungen von Herstellern, Importeuren und Händlern haben die Statistiker herausgerechnet, ebenso wie der Kanal Autovermieter.

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