Ford: Mustang-Geschoss wieder aufgetaucht

Autor: Steffen Dominsky

Bullitt heißt die Filmfigur eines Kriminalfilm-Drama aus dem Jahr 1968. In ihm spielt Steve McQueen die menschliche und ein Ford Mustang GT 390 Fastback die automobile Hauptrolle.

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Sean Kiernan präsentiert den Original-Ford-Mustang aus dem Blockbuster „Bullitt“ auf dem Goodwood Festival of Speed.
Sean Kiernan präsentiert den Original-Ford-Mustang aus dem Blockbuster „Bullitt“ auf dem Goodwood Festival of Speed.
(Bild: obs/Ford-Werke GmbH)

Über Jahrzehnte hinweg galt er als verschollen, dann tauchte er unlängst wieder auf: einer der beiden identischen 1968er Mustang GT-Fastback, die Steve McQueen im Kinoklassiker „Bullitt“ fuhr. Beim diesjährigen Goodwood Festival of Speed in England feiert der Wagen seinen großen Europa-Auftritt. Das Auto, das 1968 bei der legendären Verfolgungsjagd im Bullitt-Blockbuster zehn Minuten lang die Hauptrolle spielte und damit neue Standards für Verfolgungsszenen setzte, wird im Rahmen des 1,9 Kilometer langen legendären Bergrennens in Goodwood zu sehen sein – neben dem neuen Ford-Mustang-Bullitt-Editionsmodell, das jetzt in Europa, pünktlich zum 50. Geburtstag des weltbekannten Kinofilms, bestellbar ist.

Der US-Amerikaner Sean Kiernan, Eigentümer eines der beiden Ford Mustang, die bei den Bullitt-Dreharbeiten zum Einsatz kamen, kontaktierte im vergangenen Jahr die Ford Motor Company. Kiernan hatte das Auto 2014 von seinem Vater geerbt. Daraufhin wurde Kiernan's Original-Filmauto im Januar 2018 auf der North American International Auto Show (NAIAS) offiziell präsentiert. Kiernan wird seinen Bullitt beim Europa-Debüt in Goodwood persönlich begleiten.

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Bekannt wurde der Film auch wegen einer der längsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte: Das Rennen lieferten sich ein 1968er Ford Mustang Fastback und ein Dodge Charger R/T (1968er Modell) in und bei San Francisco. Denn als Lieutenant beim San Francisco Police Department hat Frank Bullitt von dem Staatsanwalt Walter Chalmers den Auftrag bekommen, dessen Kronzeugen, einen gewissen Johnny Ross, zu beschützen. Und dem sitzen ein paar Killer im Nacken. Die circa dreiwöchigen Dreharbeiten ergaben eine knapp zehnminütige Sequenz, die keinerlei Dialoge enthält. Für die Aufnahmen wurden zwei Charger und zwei Mustangs verwendet. Die Mustangs wurden dem Filmteam vom Hersteller Ford zur Verfügung gestellt. Sie mussten allerdings stark getunt werden, um mit den serienmäßig leistungsstärkeren Dodge Chargers mithalten zu können.

Beim Schnitt ergaben sich laut der Wissensplattform Wikipedia folgende Absonderlichkeiten:

  • Der Charger verliert während der Verfolgungsjagd mehr Radkappen, als Räder am Auto vorhanden sind: Beim letzten Stunt fallen gleich noch einmal alle vier ab. Außerdem fehlen während verschiedener Szenen immer Radkappen an unterschiedlichen Rädern.
  • Derselbe grüne VW Käfer wird insgesamt viermal an der selben Stelle überholt.
  • Während der Verfolgungsjagd schaltet Bullitt das Getriebe insgesamt 16-mal einen Gang höher, ohne auch nur einmal einen Gang zurückzuschalten. Das Schaltgetriebe des 1968er Ford Mustang GT 390 Fastback besitzt 4 Gänge.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group