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Ford stellt Vignale-Konzept im Handel neu auf

| Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Bislang durften nur Ford-Stores Vignale-Modelle direkt vom Hersteller beziehen und ausstellen. Seit Jahresanfang darf das jeder Ford-Partner. Die nötigen Investitionen fängt der Hersteller mit einer höheren Marge auf.

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Anders als in der abgebildeten Vignale-Lounge in einem Ford-Store entfallen für die künftigen Vignale-Plus-Händler der Konfigurationstisch, der Beistelltisch und die Fliesen als CI-Pflichtelemente.
Anders als in der abgebildeten Vignale-Lounge in einem Ford-Store entfallen für die künftigen Vignale-Plus-Händler der Konfigurationstisch, der Beistelltisch und die Fliesen als CI-Pflichtelemente.
(Bild: Ford)

Ford öffnet den Vertriebskanal für sein Premiumkonzept Vignale: Seit Jahresanfang dürfen alle Ford-Partner die Vignale-Modelle direkt vom Hersteller beziehen – bislang war das Bezugsrecht den markenexklusiven Ford-Stores vorbehalten. Die übrigen Ford-Händler konnten die Vignale-Modelle nur über die Ford-Stores beziehen, und sie mussten auf Ausstellungs- und Vorführwagen verzichten.

Als Grund für die Öffnung des Vertriebskanals nennt Wolfgang Kopplin den weiteren Ausbau des Vignale-Angebots: Als das Konzept vor knapp drei Jahren aus der Taufe gehoben wurde, war es noch den oberen Modellreihen vorbehalten.

Das Vignale-Konzept in den Ford-Stores

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Jetzt rundet der Hersteller sein Angebot aus Segmentsicht nach unten ab – im kommenden Sommer wird es sogar einen Fiesta Vignale geben: „Künftig nennen wir alle unsere top ausgestatteten Modelle Vignale; dazu gehört auch der entsprechende Premiumservice des Händlers. Zugleich werden wir die Kommunikationsmaßnahmen deutlich intensivieren, um vor allem noch mehr Neukunden anzusprechen“, erklärt Wolfgang Kopplin. Insofern würde das Festhalten am bisherigen Vertriebskonzept die Nicht-Ford-Stores klar benachteiligen, fügt er hinzu.

Der Ford-Manager rechnet damit, dass sich rund 80 Prozent der Händler für die Vignale-Einführung in ihren Betrieben entscheiden werden – 150 Händler hätten bereits spontan zugesagt.

20.000 bis 30.000 Euro Invest

Den nötigen Invest, um die geforderten Standards für die „Vignale-Light-Version“ zu erfüllen, beziffert Wolfgang Kopplin auf 20.000 bis 30.000 Euro. Zu den geforderten Elementen zählen nicht nur verschiedene Showroom-Elemente, die den Verkaufsraum aufwerten sollen – darunter ein großer Bildschirm für Fahrzeugkonfigurationen. Die sogenannten Vignale-Plus-Händler müssen auch Vorführwagen und Ausstellungsfahrzeuge vorhalten sowie die Serviceangebote, die Teil des Vignale-Konzepts sind. Dazu zählen ein Hol- und Bringservice und die regelmäßige kostenlose Fahrzeugwäsche. Das Kauferlebnis soll in allen Ford-Betrieben gleich hoch sein, unterstreicht Wolfgang Kopplin, der im Zuge der neuen Vertriebsmaßnahmen zu Jahresbeginn auch die Vignale-Marge deutlich erhöht hat.

Mit den Unternehmern, die in den Bau der bereits bestehenden und geplanten 80 Ford-Stores über 120 Millionen Euro investiert haben und die jetzt ein Alleinstellungsmerkmal verloren haben, sei man sich einig geworden, versichern Wolfgang Kopplin und der Präsident und Hauptgeschäftsführer des Ford-Partnerverbands Johann Gesthuysen. Unter anderem behalten sie das alleinige Vertriebsrecht für die Markenikone Mustang.

Einen ausführlichen Beitrag über die Vertriebsstrategie und die Wachstumspläne von Ford lesen Sie in der Ausgabe 5 von »kfz-betrieb«, die am 3. Februar erscheint.

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