Ford: Wege aus dem Renditetief gesucht

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Um die wirtschaftliche Situation im Handel zu verbessern, gelte es, an allen Stellschrauben zu drehen, unterstrich Reichstein. Dazu gehöre auch das heikle Thema Margensystem. Um vor allem die kleineren Händler wirtschaftlich zu entlasten ist eine weitere Forderung des Verbands, es den Händlern frei zu lassen, welche Vorführwagen sie vorhalten.

Auf Hochtouren laufen aktuell die Verhandlungen mit Ford zum neuen Showroomkonzept. Der Verband fordert, dass die Einführung auf dem Freiwilligkeitsprinzip basieren soll und dass sich der Hersteller an den Kosten beteiligt, die je nach Betriebsgröße zwischen 10.000 und 20.000 Euro liegen Zu den bereits erzielten Erfolgen nannte der Ford-Partnerverband die Fertigstellung eines neuen Verkäuferarbeitsplatzes und die Gründung einer Versicherungsgesellschaft der Ford-Händler-Dienstleistungsgesellschaft.

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Wolfgang Booms, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Kölner Ford-Werke, schilderte, mit welchen Maßnahmen der Hersteller die Marke voranbringen will. „Das Motto lautet: Verkauf ohne Umweg.“ Die wichtigsten Bausteine bildeten neben den neuen Modellen die Anfang des Jahres eingeführten Preispunktangebote, attraktive Angebote für Gewerbekunden, eine Stärkung des Nutzfahrzeuggeschäfts und eine starke Werbepräsenz.

„Seit der Einführung der Preispunktwerbung hat sich die Zahl der abgeschlossenen Neuwagenkonfigurationen verdoppelt und der Showroomtraffic bei den Händlern ist deutlich gestiegen“, sagte Booms. Noch vielfach vom Handel ungenutztes Potenzial sieht er in der Flatrate-Erneuerung. „60.000 Flatrate-Verträge werden 2013 auslaufen. Die Händler sollten mindestens eine Erneuerungsquote von 50 Prozent anstreben“, unterstrich Booms.

Als vollen Erfolg wertete der Ford-Manager das neue Prämienmodell, das neben der Zulassung auch den Auftragseingang berücksichtigt: „Ford war im März nicht nur der einzige Volumenhersteller mit einem Tageszulassungsrückgang, sondern auch der Hersteller mit dem stärksten Rückgang“, unterstrich Booms. Als weitere Highlights kündigte er neue Händlerwebseiten und eine neue Service-App an.

Auf 2013 blickt der Geschäftsführer „optimistisch, aber auch realistisch.“ Spätestens im Mai werde es gelingen, wieder sieben Prozent Marktanteil zu erreichen. „Die Chemie zwischen dem Partnerverband und dem Hersteller stimmt und es wird gelingen, gemeinsam die richtigen Strategien zu entwickeln“, sagte Reichstein zum Abschluss der Veranstaltung.

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 Julia Mauritz

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