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Forscher sieht baldige Marktfähigkeit der H2-Fahrzeuge

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der Kraftstoff der Zukunft ist noch nicht ausgemacht. In einem Interview macht sich ein Mobilitätsexperte des Forschungszentrums Jülich für die Brennstoffzelle stark – aus praktischen und industriepolitischen Gründen.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Das Forschungszentrum Jülich sieht die Brennstoffzelle als große Chance für die deutsche Autoindustrie und ihre Beschäftigten. Die technischen Probleme seien inzwischen gelöst, und „die noch notwendige Kostenreduktion kann jetzt über die Massenfertigung erzielt werden“, sagte Thomas Grube, Leiter des Bereichs Mobilität am Forschungszentrum Jülich, der „Motortechnischen Zeitschrift“.

Schon in den nächsten Jahren seien Autos mit Brennstoffzelle so marktfähig wie Elektroautos mit Batterie. „Die Serienreife haben Honda mit dem Clarity, Hyundai (Nexo) und Toyota (Miraj) nachgewiesen. Auch Daimler (GLC Fuel Cell) ist im Rennen“, sagte Grube.

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Die Brennstoffzelle biete die Chance, die Fertigungstiefe der deutschen Autohersteller zu erhalten. Beim Batterieauto ist sie deutlich kleiner, weil die Batteriezellen aus Asien kommen.

Brennstoffzellen machen aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasserdampf und Strom. Tankzeit und Reichweite der Autos entsprechen denen von Benzinern. Allerdings kostet ein Wasserstoff-Auto heute noch rund 70.000 Euro. Toyota hat weltweit nach eigenen Angaben knapp 10.000 solcher Fahrzeuge verkauft.

Für Lastwagen im Fernverkehr sehen die Hersteller die Brennstoffzelle als möglichen Nachfolger des Diesels, weil Gewicht und Ladezeiten von Akkus großer Lastwagen enorm sind.

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