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Freie Werkstätten haben die Herausforderung E-Auto angenommen

Autor: Jan Rosenow

Über 430 Teilnehmer der Fachtagung für freie Werkstätten haben ihr Wissen zum Service an elektrifizierten Fahrzeugen auf den neuesten Stand gebracht. Die Tagung zeigte zugleich, dass sich die Betriebe des Themas längst ausführlich angenommen haben.

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Fachtagung 2019: Bei der Freischaltung eines elektrifizierten Autos waren die Zuschauer per Kamera live dabei.
Fachtagung 2019: Bei der Freischaltung eines elektrifizierten Autos waren die Zuschauer per Kamera live dabei.
(Bild: Stefan Bausewein)

Aus der 28. Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe, die am 19. Oktober in Würzburg mit über 430 Teilnehmern stattfand, lassen sich zwei Lehren ziehen: Erstens ist das Informationsbedürfnis der Kfz-Betriebe zum Thema Elektromobilität nach wie vor groß. Zweitens zeigt sich, dass bereits viele Unternehmen diese Herausforderung angenommen und sich entsprechend aufgestellt haben. Diese Einschätzung belegen nicht nur die beiden Best-Practice-Beispiele der Kfz-Betriebe Demmler und Schmauder & Rau (dem Gewinner des Deutschen Werkstattpreises 2019) im Vortragsprogramm, sondern auch viele kompetente Nachfragen sowie die Unterhaltungen der Teilnehmer in den Pausen.

Ziel der diesjährigen Fachtagung war es, den freien Betrieben das Servicegeschäft mit elektrifizierten Automobilen in allen Aspekten nahezubringen. Deshalb gab es im Vortragsprogramm neben einem Ausblick auf das künftige Marktvolumen im Autoservice auch Informationen über die Schulung zum Hochvolt-Experten, einen Technikteil mit Livedemonstration, Informationen über die Stromversorgung und Ladeinfrastruktur für Kfz-Betriebe sowie über die Gebrauchtwagenpreise bei Elektroautos. Vorträge zu Neuheiten aus der Bundesfachgruppe Freie Werkstätten im ZDK und zur Hauptuntersuchung/Abgasuntersuchung rundeten das Programm ab.

Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe 2019
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Bei den Teilnehmern kamen die Vorträge gut an, selbst wenn sie wie Michael Dittmar (Fa. Dittmar & Stachowiak) bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet haben: „Wir beschäftigen uns schon seit sechs Jahren mit E-Autos. Trotzdem gibt es natürlich immer etwas Neues zu erfahren. Das Wichtigste an der Fachtagung ist aber der Austausch mit den Kollegen aus anderen Betrieben.“

Marco ten Hagen und Christian Cloppenburg, Kfz-Meister und Betreiber der Website „Schrauberblog“, berichteten: „Uns gefällt die Tagung sehr gut. Es gibt interessante Vorträge und Aussteller. Und besonders der Vortrag über die zukünftigen Serviceumsätze mit Elektrofahrzeugen war spannend.“ Christine Schnell von Altintas Autoservice ergänzte: „Mein Highlight war der Vortrag von Continental über die Arbeit an Elektrofahrzeugen.“

Selbst Fachleute aus der Autozulieferindustrie nahmen von der Tagung neue Erkenntnisse mit. Ralf Kuhlmey, Schulungsleiter bei Schaeffler Automotive Aftermarket, sagte: „Ich wollte mich hier über die E-Mobilität informieren und Impulse für unsere eigenen Trainings mitnehmen. Vor allem zum Thema Ladeinfrastruktur habe ich definitiv dazugelernt.“ Und Tim Jahnke vom Landesverband des Kfz-Gewerbes Hamburg resümierte: „Interessante Themen, gute Redner, Gelegenheit zum Netzwerken – ich kann die Fachtagung nur jedem empfehlen.“

Wichtiges Informationsforum für die freien Werkstätten

Die Fachmedienmarke »kfz-betrieb« und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) haben die Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe als Forum für Inhaber und Führungskräfte freier Werkstätten und Servicebetriebe entwickelt. Sponsorpartner der Fachtagung sind die Automechanika, Continental, Euro Repar, GTÜ und Würth. Insgesamt nutzten rund 40 Unternehmen die Möglichkeit, sich den Teilnehmern mit einem Messestand zu präsentieren. Die nächste Fachtagung findet am 10. Oktober 2020 statt.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group