Freisprechungen der Kfz-Innungen

Redakteur: Christoph Baeuchle

Der Weg ist frei in die berufliche Zukunft: Mit der Übergabe des Gesellenbriefes hat die Ausbildung ihren Höhepunkt erreicht. Dies haben auch in diesem Jahr zahlreiche Innungen gefeiert.

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Der Nachwuchs spielt für das Kfz-Gewerbe eine immer größere Rolle. Dies haben die Kfz-Innungen auch in diesem Jahr wieder bei zahlreichen Freisprechungen zum Ausdruck gebracht. Die Zukunftsperspektiven im Handwerk seien gut, betonte Uwe Rütz, Obermeister der Innung Hamburg. „Da sich die Altersstruktur kontinuierlich ändert, wird der Konkurrenzkampf um das knapper werdende Potenzial junger Arbeitskräfte innerhalb der Wirtschaft zunehmend härter. Davon werden Sie in den nächsten Jahren in Ihren Handwerksberufen profitieren.“

Grundlage dafür ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit Blick auf den weiteren Berufsweg appellierte Mark Scherhag, Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein, an die jungen Leute, sich nicht auf dem soliden Grundstein ihrer Ausbildung auszuruhen, sondern sich auch zukünftig weiterzubilden. „Als weiteres Qualitätszeichen ihres Könnens möchte ich Ihnen deshalb den Leistungswettbewerb des Kfz-Handwerks ans Herz legen“, so der Obermeister.

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Auf die angehenden Nachwuchskräfte übt die Branche noch immer eine große Anziehungskraft aus. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um vier Prozent auf knapp 19.600 Stück zugelegt. Den größten Anteil haben Auszubildende der Richtung Kfz-Mechatroniker. Hier stieg die Zahl der Neueinstellungen von knapp 14.750 auf rund 15.200 Auszubildende.

Jürgen Karpinski, Präsident des Landesverbandes Hessen und Obermeister der Innung Frankfurt, wundert dies wenig: Die Automobilindustrie sei mit einem Umsatz von 320 Milliarden Euro der wichtigste Wirtschaftszweig in Deutschland. Die Tatsache, dass drei von vier der in Deutschland gebauten Autos vom Ausland gekauft werden, verdeutliche noch einmal die Bedeutung des Gewerbes und solle als Anreiz für die jungen Gesellen und Meister dienen, ihr Wissen und Können weiterzuentwickeln, weiterzugeben und die Zukunft des Automobils selbst mitzugestalten.

Damit die Branche weiterhin stark bleibt, kommt es beim Thema Ausbildung auf ein gutes Zusammenspiel der Beteiligten an. Wie dies funktionieren kann, zeigte die Kfz-Innung Melsungen. Die gute Zusammenarbeit zwischen der Innung und der Berufsschule unterstrichen Abteilungsleiter Markus Gille und Fachlehrer Jürgen Rimbach. Gille erinnerte an zahlreiche Anschaffungen, wie zum Beispiel den Erwerb verschiedener Fahrzeuge und Geräte, die im Ausbildungsbereich in Kooperation angeschafft wurden.

Auch die ausbildenden Kfz-Betriebe übernehmen dabei eine tragende Rolle. „Dieses besondere Engagement der Meisterbetriebe macht es erst möglich, dass die jungen Menschen eine Chance dazu bekommen, einen Beruf im Kfz-Gewerbe zu erlernen“, betonte Günther Görrissen, Obermeister der Innung Flensburg Stadt und Land, bei der Freisprechung. Für einen erfolgreichen Abschluss finden die Lehrlinge gerade in unseren Innungsbetrieben sehr gute Bedingungen vor“, betonte der Obermeister.

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