Führungswechsel beim Landesverband Hessen

Redakteur: Christoph Baeuchle

Eine Ära endet beim Landesverband Hessen: Hauptgeschäftsführer Uwe Grautegein geht nach 35 Jahren in den Ruhestand. Seine Aufgaben werden auf zwei Nachfolger verteilt.

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Beim Landesverband Hessen endet eine langjährige Ära: Nach 35 Jahren in der Verbandsorganisation geht Hauptgeschäftsführer Uwe Grautegein in den Ruhestand. Im folgen Joachim Kuhn als Geschäftsführer des Landesverbandes und Roger Seidl als Geschäftsführer der Wirtschaftsgesellschaft des Kfz-Gewerbes Hessen nach. Künftig wollen sie den Landesverband gemeinsam leiten.

„Die Weichen für die Zukunft sind gestellt“, betonte LV-Präsident Jürgen Karpinski vor rund 150 Gästen bei der Verabschiedung Grautegeins in Wiesbaden. „Wir sind sicher, dass wir mit den beiden Herren weithin ein starker, solider und zuverlässiger Landesverband für alle unsere Mitglieder und Partner sein werden.“

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Damit will der Landesverband an das langjährige Engagement Grautegeins direkt anknüpfen. Der 66-Jährige kam 1976 zum Landesverband und wurde ein Jahr später Geschäftsführer. Zuletzt war Grautegein in der Verlängerung seiner Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer aktiv.

Engagement für „mehr als zwei Halbzeiten“

Sein Engagement sei weit über zwei Halbzeiten hinausgegangen, würdigte Karpinski Grautegeins Einsatz auf allen Ebenen. Neben Qualität der Werkstätten, Meisterschild und Schiedsstellen-Netz spielten die Kontakte zu Berufsgenossenschaften, Politik und Landesregierung eine große Rolle. „Mit dem Innenministerium verbindet ihn das Thema ,Abschleppdienst’ und Lichttest, mit der Staatskanzlei die Diskussion um Rundfunkgebühren für Autos“, so der LV-Präsident.

Dabei wirkte Grautegein immer als ein Mann der „leisen Töne, ohne dabei ein Leisetreter zu sein“ (Karpinski). Das eher zurückhaltende, aber bestimmte Auftreten kam auch im Kollegen-Kreis gut an. Er sei nicht nur vernünftig und loyal gewesen, betonte Dieter Paust, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, im Namen aller Landesverbände. „Sondern er stand auch stets zu dem, was er sagte.“

Ähnlich äußerte sich ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz. Er lobte die ausgleichende Art des hessischen Landesverbands-Chef. „Uwe Grautegein agierte immer als ein Mensch des Ausgleichs.“ Beispiele dafür gibt es genug – außerhalb und in der Verbandsorganisation. „Er hat immer den Ausgleich zwischen Handel und Handwerk gesucht und wollte beiden Seiten gerecht werden“, ergänzte Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main.

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