Kunden, die angesichts der hohen Spritpreise auf Elektromobilität umsteigen wollen, finden mehr und mehr erschwingliche Modelle. Fünf E-Autos für rund 20.000 Euro mit soliden Reichweiten und passabler Ausstattung.
Mit nun 18.700 Euro bleibt der Dacia Spring das günstigste E-Auto in Deutschland.
(Bild: Adrien Cortesi)
Individuelle Mobilität kann ins Geld gehen. Vor allem in Zeiten steigender Spritpreise. Wenn etwa, wie aktuell in Deutschland, die Kosten für Diesel und Benzin explodieren, nehmen das viele Autonutzer zum Anlass, sich nach Alternativen umzuschauen. Längst hat sich herumgesprochen, dass man mit E-Autos deutlich günstiger unterwegs sein kann. Deshalb steigt derzeit das Interesse der Autokäufer an Elektro-Alternativen, was sich sowohl an mehr Suchanfragen auf Plattformen wie Autoscout 24 wie auch an den aktuellen Neuzulassungszahlen zeigt. Und: Der Einstieg ist längst nicht mehr nur etwas für Gutverdiener. Einige Stromer sind inzwischen so günstig, dass sie sogar als Neuwagen für knappe Budgets in Frage kommen. Vor allem, wenn die neue staatliche E-Förderung ins Spiel kommt.
Noch vor wenigen Monaten war der Dacia Spring das mit Abstand günstigste E-Auto am Markt. Fahrzeuge aus dem Modelljahr 2025 hat die Renault-Tochter für 12.000 Euro angeboten, was bei maximaler Förderung den Neuwagenpreis auf bis zu 6.000 Euro verschlankte. Mittlerweile muss man deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen, denn die Basisversion Expression Electric 70 startet inzwischen bei 18.700 Euro, was das Modell dennoch weiterhin zum günstigsten E-Auto in Deutschland macht.
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Dafür gibt es solide Basiskost wie 52 kW/70 PS, 24-kWh-Akku und rund 230 Kilometer Reichweite. Sprintwunder darf man nicht erwarten, doch der Spring ist ausreichend flott für Stadt und Umland. Der 3,70 Meter kurze Viertürer bietet zudem vier Plätze und ordentlich viel Stauraum. Auch die Ausstattung überrascht nicht negativ: Klima, Infotainment und Einparkhilfe sind bereits an Bord. Kurz gesagt: kein Glamour, aber viel Vernunft.
Leapmotor T03
Der kleine Chinese mit Stellantis-Anbindung kratzt mit 18.900 Euro am Preisniveau des Spring, setzt aber bei der Ausstattung deutlich einen drauf. Der 3,62 Meter kurze Fünftürer überrascht innen zudem mit ordentlichem Platzangebot und serienmäßigem Luxus: Panorama-Glasdach, Klimaautomatik, zehn Assistenzsysteme, 10-Zoll-Touchscreen mit Navi und Aluräder gehören dazu.
Mit 70 kW/95 PS und nur 1,2 Tonnen Leergewicht und seinem 37 kWh großem Akku geht es zudem flink voran. 265 Kilometer WLTP-Reichweite sind drin, wer im Stadtgebiet bleibt, schafft fast 400. Und Nachladen geht mit 6,6 (AC) oder 45 kW (DC). Damit beschränkt der T03 den Aktionsradius nicht nur auf den Stadtverkehr.
BYD Dolphin Surf
Auf dem dritten Platz landet der BYD Dolphin Surf mit rund 19.000 Euro. Die kleine Mehrinvestition im Vergleich zum Spring könnte sich auch in diesem Fall lohnen, denn schon die Basis ist ordentlich bestückt. Sie bietet Sitzbezüge aus veganem Leder, 10-Zoll-Touchscreen mit Navigation, Tempomat, Klimaanlage, Rückfahrkamera, Fernlicht-Automatik und eine Vehicle-to-Load-Funktion. Der E-Antrieb mit 65 kW/88 PS bietet eine 30-kWh-Batterie für 220 Kilometer Reichweite. Alternativ steht ein größerer Akku mit 43 kWh und 322 Kilometer Reichweite zur Wahl, der sich auf Wunsch auch mit einem stärkeren Antrieb mit 115 kW/156 PS kombinieren lässt.
Ansonsten bietet der 3,99 Meter kleine Fünftürer vorne wie hinten gute Platzverhältnisse für bis zu vier Insassen. Der Kofferraum lässt sich von 308 auf 1.037 Liter erweitern.
Renault Twingo E-Tech Elektrisch
Anders als die günstigen E-Autos aus chinesischer Produktion kann Renault mit dem neuen Twingo E-Tech Elektrisch geschickt den Retro-Joker ausspielen. Die Neuauflage des Kult-Franzosen bekommt man in der Basisversion Evolution zum Preis von rund 20.000 Euro. Angetrieben wird das Auto von einem 60 kW/82 PS starken Elektromotor. Eine 27,5 kWh große Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 262 Kilometern. Serienmäßig verfügt das grundsätzlich fünftürige und viersitzige Modell über einen 11-kW-AC-Onboardlader sowie eine DC-Schnellladefunktion mit bis zu 50 kW.
Zur Ausstattung der Basis zählen darüber hinaus ein digitales Kombiinstrument, ein 10-Zoll-Infotainment-Touchscreen mit Konnektivitätsfunktionen, Klimaanlage, Tempomat und Parkpiepser hinten. Zudem lassen sich die Rücksitze geteilt längs verschieben, was die Variabilität des rund 3,80 Meter kurzen Kleinwagens zusätzlich erhöht.
Citroën e-C3/Fiat Grande Panda
Der Einzige in diesem Quintett, der die 20.000-Euro-Marke reißt, ist der Citroën e-C3. Zwar könnte man ihn für einen Franzosen halten, gebaut wird der kleine Fünftürer allerdings in Indien, was vermutlich auf den schlanken Preis von 20.140 Euro einzahlt. Dafür bekommt man die 83 kW/113 PS starke Basis You, die dank 44 kWh großer Batterie 322 Kilometer WLTP-Reichweite bietet. Die Basis bleibt funktional statt verspielt: 16-Zoll-Stahlfelgen, Smartphone-Halterung statt Touchscreen und manueller Klimaanlage. Platz ist für vier Personen und zusätzlich für 310 Liter Gepäck.
Stand: 08.12.2025
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Wer etwas mehr investieren will, nämlich rund 22.000 Euro, könnte sich alternativ auch für den C3-Technikbruder Grande Panda von Fiat entscheiden. Der bietet in der Basis Pop neben einer optisch reizvolleren Hülle noch Schnellladetechnik, die bis zu 11 kW AC und bis 100 kW DC verdaut. Regulär kostet er 25.000 Euro, wird aktuell aber mit einem 3.000 Euro starken Händler-Bonus beworben. Abzüglich der staatlichen Förderung kann der Preis für diesen Stromer auf 16.000 Euro sinken.