Fahrzeugdichte Der geringe Pkw-Bestand in den Stadtstaaten sinkt weiter

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Zahl der zugelassenen Pkw in Deutschland steigt noch immer. Statistisch haben inzwischen sechs von zehn Bürgern ein Auto – doch die Verteilung in Deutschland ist unterschiedlich. In wenigen Fällen sinkt die Autodichte sogar.

Im öffentlichen Raum wird es immer enger – die Zahl der angemeldeten Pkw steigt und steigt.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im öffentlichen Raum wird es immer enger – die Zahl der angemeldeten Pkw steigt und steigt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Fuhrpark der Deutschen wächst weiter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) berechnet hat, sind inzwischen 593 Pkw auf 1.000 Einwohner zugelassen. Basis dafür ist der Stichtag 1. Januar mit 49,5 Millionen zugelassenen Autos in Deutschland. Das waren 200.000 Fahrzeuge mehr als zum 1. Januar 2025 – im Schnitt stieg dadurch die Autodichte um drei Einheiten pro 1.000 Einwohner. In den vergangenen zehn Jahren hat sie um knapp 10 Prozent zugelegt: Im Jahr 2016 gab es noch 549 zugelassene Pkw je 1.000 Einwohner.

Auffällig ist, dass die Pkw-Dichte in allen Flächenländern im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, während sie in den drei Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg gesunken ist – und dort generell weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Am geringsten war die Pkw-Dichte in Berlin mit 330 Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, Bremen mit 427 und Hamburg mit 432.

Insgesamt lag in ländlichen Regionen die Pkw-Dichte tendenziell auf einem höheren Niveau als in städtischen Regionen. Gründe dafür könnten die mangelnde Verkehrsinfrastruktur und längere Pendelwege in diesen Regionen sein. Unter den Flächenländern hatte Sachsen die geringste Pkw-Dichte mit 544 Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Generell liegt die Pkw-Dichte in den ostdeutschen Bundesländern noch leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Doch auch auf Länderebene verrät der Durchschnitt nicht alles. Die höchste rechnerische Pkw-Dichte hat Wolfsburg mit 976 zu bieten. In dieser Zahl dürften viele Firmenfahrzeuge des Volkswagenkonzerns zu Buche schlagen. Und im Flächenland Bayern ist die Pkw-Dichte in den Städten ebenfalls deutlich geringer – in München liegt der Kennwert bei 525. In Würzburg sogar nur bei 483. Nähere Auskünfte gibt der Destatis-Regionalatlas.

Im internationalen Vergleich gibt es in Deutschland etwas mehr Autos als im europäischen Durchschnitt. Spitzenreiter in der EU ist allerdings Italien mit über 700 Wagen pro 1.000 Einwohner.

Gesamtfahrleistung bleibt hinter Maximum zurück

Wie die Pkw-Dichte ist die Fahrleistung, abgesehen vom Corona-bedingten Einbruch im Jahr 2020, in den vergangenen Jahren gestiegen. Insgesamt 576,3 Milliarden Kilometer legten die privaten Haushalte und die Wirtschaft im Jahr 2024 laut den Ergebnissen der umweltökonomischen Gesamtrechnungen mit dem Auto zurück. Dabei entfielen 480,3 Milliarden Kilometer (83,3 %) auf private Haushalte und 96,0 Milliarden Kilometer (16,7 %) auf die Gesamtwirtschaft.

Im Vergleich zum Jahr 2023 mit insgesamt 571,0 Milliarden Kilometern ist die Gesamtfahrleistung der Pkw in Deutschland leicht um 0,9 Prozent gewachsen. Vergleicht man den Wert mit den Ergebnissen des Jahres 2020 mit 538,4 Milliarden Kilometern, fällt das Plus mit 7,0 Prozent deutlich aus. Das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, in dem insgesamt 639,3 Milliarden Kilometer mit dem Auto zurückgelegt wurden, wurde jedoch um 9,9 Prozent unterschritten. In diesem Rückgang dürfte sich die wachsende Gewöhnung an digitale Besprechungs- und Beratungsformate auch im geschäftlichen Umfeld niederschlagen.

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