Gefahren: Audi A4 Allroad Quattro

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Zum Marktstart kommt der neue Ultra Quattro ausschließlich im 185 kW/252 PS starken 2.0-TFSI-Benziner zum Einsatz, später gibt es die neue Technik in allen Audi-Modellen mit längs eingebauten Motoren und Handschaltung oder Doppelkupplungsgetriebe; die leistungsstärkeren Fahrzeuge mit Wandlerautomatik bleiben vorerst beim bisherigen Allradsystem.

Neben dem Benziner hat Audi für den A4 Allroad fünf Diesel vorgesehen; drei Zwei-Liter-Vierzylinder und zwei 3.0-TDI-V6, die ein Leistungsspektrum von 110 kW/150 PS bis 200 kW/272 PS abdecken. Die Selbstzünder werden freilich deutlich mehr Käufer erreichen, als der Ottomotor; ihn hat Audi zur Einführung des neuen Getriebes nur hergenommen, um die Produktion langsam anlaufen lassen zu können.

Audi A4 Allroad Quattro: Entkoppelte Hinterachse
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Doch spätestens im Winter dieses Jahres wird auch einer der Bestseller in den Genuss des spritsparenden Allradantriebs kommen, der 140 KW/190-PS-Diesel. Der laufruhige 2.0 TDI mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe hatte mit dem rund 1,7 Tonnen schweren Allroad bei unserer ersten Ausfahrt leichtes Spiel. Seine 400 Newtonmeter Drehmoment wuchten den Ingolstädter in 7,8 Sekunden auf Tempo 100, Schluss ist bei 220 km/h.

Gewohnt gelassen gleitet der nahezu perfekt verarbeitete Audi über Stock und Stein, erstmals können auch im Allroad die Dämpfer je nach Gusto justiert werden; sie entschärfen im Komfort-Modus auch grobe Unebenheiten ordentlich. Der Verbrauch soll im Idealfall bei 4,9 Liter je 100 Kilometer liegen – mit dem neuen Allradsystem wird er wohl unter die Viereinhalb-Liter-Marke rutschen.

Dass da ein bisschen mehr Luft zwischen ihm und dem Asphalt ist, merkt der Fahrer erwartungsgemäß nicht, und auch die Plasteplanken an den Radkästen und der angedeutete Unterfahrschutz sind nur optische Spielereien, die den Allroad von den herkömmlichen Avants unterscheiden und ihn etwas markanter auftreten lassen, als die Normal-Avants im Maßanzug. Das Cockpit und der praktische, große Kofferraum dagegen gleichen dem aller anderen A4s und auch die Aufpreisliste hält die bekannten Schmankerl bereit, inklusive Stauassistent, digitalem Kombiinstrument und LED-Scheinwerfer.

Neu ist ein Anhängerassistent, der das Rückwärtsfahren erleichtern soll: Der Fahrer gibt die Richtung, in die das Gespann fahren soll, vor und die Technik übernimmt das Lenken. Außerdem steht im Allroad Quattro ein spezieller Offroad-Modus zur Verfügung, der wie die anderen Fahrprogramme Lenkung, Motor- und Getriebesteuerung sowie die Assistenzsysteme beeinflusst und den Fahrer im leichten Gelände unterstützen soll – falls er sich jemals dahin verirrt.

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