Gefahren: BMW 740e i-Performance

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Dass der Fahrer sich dabei nicht um das Zusammenspiel der beiden Antriebe kümmern muss, versteht sich von selbst, er sieht allerdings im Infodisplay, welcher Motor gerade was macht. Standardmäßig startet der 7er im Auto-Modus, bei dem der Einsatz von Verbrenner- und E-Motor bedarfsgerecht geregelt wird. Spätestens ab 80 km/h wird hier der Benziner hinzugezogen. Wer länger stromern will, schaltet auf „Max E-Drive“: Dann läuft der 7er bis zu 140 km/h rein elektrisch und der Otto wird nur bemüht, wenn der Fahrer das Gaspedal bis zum Kick-down niederdrückt. Andersrum kann man den steten Einsatz des Benziners erzwingen, in dem man die Achtgang-Automatik auf Sport stellt.

Schließlich bietet der BMW noch einen Battery-Control-Modus: Der Fahrer kann einen Akkustand zwischen 30 und 100 Prozent vorwählen, der dann entweder gehalten oder durch Laden während der Fahrt erreicht wird. Zwar ist das gezielte Aufladen mit der Kraft des Benziners nicht ganz so effizient, wie durch die Rekuperation beim Bremsen und Dahinrollen. Doch soll sich der Verbrauch in Summe nur minimal erhöhen. Dafür kann man nach einer längeren Autobahnetappe wieder guten Gewissens nur mit dem E-Antrieb durch die Stadt ans Ziel rollen. Damit ist der BMW gerüstet für etwaige gesetzliche Vorschriften, die schon bald Verbrenner gänzlich aus manchen urbanen Gebieten verbannen könnten.

Bleibt die Frage: Warum bietet BMW überhaupt noch verschiedene Motoren an, wenn der Hybrid sich doch als eierlegende Wollmilchsau präsentiert? Zum einen sind da die drei Diesel, die für Vielfahrer auf Langstrecke immer noch die erste Wahl sein werden. Zum anderen bietet BMW mit den Topmodellen 750i und bald auch 760i Alternativen für all diejenigen, denen V8- oder V12-Prestige doch noch mehr Wert ist als der Öko-Bonus.

Nur der 740i scheint tatsächlich obsolet, ist der Reihensechser doch nicht nur gleich stark, sondern ausstattungsbereinigt auch nahezu gleich teuer. Die gut dreieinhalbtausend Euro, die der mindestens 91.900 Euro teure 740e mehr kostet, werden durch Serien-Extras wie etwa das taghelle Laserlicht oder den Display-Schlüssel, der unter anderem Auskunft über den Akkustand gibt, ausgeglichen. Einziges wirkliches Manko des Hybrids: Der Kofferraum schrumpft wegen des Stromspeichers um knapp 100 Liter auf 420 Liter.

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