Gefahren: Ford Transit – neue Optik, neue Technik

Ersparnisse bei Gewicht und Verbrauch

| Autor: sp-x

Dank dem Facelift ist der Ford Transit rund 80 Kilogramm leichter.
Dank dem Facelift ist der Ford Transit rund 80 Kilogramm leichter. (Bild: Ford)

In der Nutzfahrzeug-Welt gelten andere Spielregeln als auf dem Pkw-Markt. Hier zählen Ladevolumen und Praktikabilität, Garantie und Unterhaltskosten mehr als ein schickes Äußeres oder ein hochwertiges Infotainment-System – zumindest bisher. Inzwischen aber legen auch immer mehr Kastenwagenbauer Wert auf Optik, Komfort oder High-Tech-Features.

Mit einem Facelift hat Ford seinen großen Transporter Transit wieder ein wenig mehr in Richtung Pkw gerückt. In Sachen Design orientiert sich der mit verschiedenen Radständen, Höhen und Kabinenaufbauten erhältliche Zweitonnen-Transit (ab 28.450 Euro netto) mit neuem Kühlergrill, frischen Scheinwerfer und einer überarbeiteten Frontschürze an seinem kleineren Bruder Transit Custom. Der hat schon 2018 die neue Design-Marschrichtung vorgeben und spendiert auch das neue Sync 3-Infotainmentsystem mit größerem Touchscreen, Smartphone-Integration und Sprachbedienung.

Ford Transit Facelift: Kosmetik für den Kastenwagen

Die Ingenieure sind beim aktuellen Facelift aber noch deutlich weiter gegangen, rund die Hälfte aller Teile wurde überarbeitet. Das Ziel: Der Transit sollte leichter werden. Eine Trennwand aus Verbundmaterial spart beispielsweise viereinhalb Kilogramm ein, ein leichterer Tank sechs Kilogramm, die neuen Räder reduzieren die Masse um fünfeinhalb Kilogramm und die hinterradgetriebenen Modelle bekommen eine optimierte Achse, die fast 15 Kilogramm leichter ist. Insgesamt beträgt die Gewichtsersparnis bis zu 80 Kilogramm, was vor allem der Zuladung, aber auch dem Verbrauch zu Gute kommt.

Apropos Verbrauch: Dank einer umfassenden Überarbeitung ist der Zweiliter-Diesel mit 77 kW/105 PS, 96 kW/130 PS und 125 kW/170 PS um sieben Prozent sparsamer geworden. Um den Durst weiter zu zügeln, bietet Ford für die handgeschalteten, front- und heckgetriebenen Transit-Modelle mit 96 kW/130 PS und 125 kW/170 PS nun auch eine optionale 48-Volt-Mildhybridisierung an.

Für rund 700 Euro (netto) Aufpreis ersetzt ein Riemenstarter-Generator den Anlasser und eine kleine Zusatzbatterie hält Einzug. Damit lässt sich zwar nicht elektrisch fahren, zumindest beim Bremsen und Rollen kann aber Energie zurückgewonnen werden. Der so erzeugte Strom versorgt das Bordnetz, außerdem sorgt der Riemenstarter für eine geschmeidigere Stopp-Start-Funktion. Ford verspricht weitere rund drei Prozent Kraftstoff-Einsparung, im Stadtverkehr sollen es sogar bis zu acht Prozent sein.

Neuerungen zugunsten der Sicherheit

Neu hinzugekommen ist außerdem eine stärkere – nicht elektrifizierte – Ausbaustufe des Selbstzünders, die sich mit 135 kW/185 PS und 415 Newtonmeter mächtig ins Zeug legt und selbst mit ordentlicher Zuladung kein Problem hat, den Kastenwagen flott zu bewegen. Bleibt zu hoffen, dass sich alle Kurierfahrer mit dem neuen Aggregat unter der Haube immer bewusst sind, dass sie in einem hoch aufbauenden Lieferauto sitzen und nicht in einem dynamischen Pkw.

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