Gefahren: Mercedes G-Klasse

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Standortwechsel. Dass die G-Klasse seit jeher ein Offroad-Experte ist, sollte mittlerweile ja eigentlich bekannt sein. Anders sah es dagegen bisher mit den Manieren im normalen Straßenbetrieb aus. Doch auch hier haben die Ingenieure aus Stuttgart nun ordentlich nachgelegt. Dank einer neuen elektromechanischen Lenkung und dem Schritt von der Starr- zur Mehrlenkerachse samt optionalem adaptiven Fahrwerk ist die G-Klasse nicht mehr ganz so schwammig und indirekt zu fahren wie bisher. Zwar sind eine konzeptbedingte Hochbeinigkeit und das charakteristische Schaukeln bei Lastwechseln weiterhin Teil des typischen G-Gefühls, dank der neuen Lenkung fühlt man sich der Straße aber deutlich verbundener als mit der alten Kugelgelenk-Technik, die nach fast 45 Jahren nun endlich in Rente geschickt wurde.

Mercedes G-Klasse: Kraxelnder Klassiker
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Einen großen Teil der enormen Souveränität, die von der neuen G-Klasse nun auch auf einer befestigten Straße ausgeht, steuern die beiden verfügbaren Aggregate sowie der neue Antriebsstrang bei. Zum Marktstart im Juni können sich Kunden zwischen dem G 500 (ab 107.000 Euro) mit 310 kW/422 PS und 610 Newtonmeter sowie dem AMG G 63 (ab 148.000 Euro) mit 430 kW/585 PS und 850 Newtonmeter entscheiden. Beide Motoren haben acht Zylinder in V-Bauweise und vier Liter Hubraum samt Turboaufladung.

Während der G 63 wirklich eindrucksvoll vorwärts schiebt und das Ganze mit einem tiefen Donnergrollen aus der Klappenabgasanlage samt Sidepipes untermalt, ist der G 500 die wohl rundere Wahl. Das sonore Blubbern des Achtzylinders bleibt erhalten, ist aber weitaus weniger aufdringlich als beim großen Bruder. Dank der neuen Neungang-Automatik bewegt sich der G sanft und geschmeidig in den Fahrstufen. Lediglich im Sportmodus hält das Getriebe die Gänge gefühlt zu lange und nervt den Fahrer so mit unangenehm hohen Drehzahlen.

Der Diesel wird nachgeschoben

Wer die G-Klasse ohne allzu schlechtes Gewissen wegen der hohen Verbräuche (G 500, 11,5 l) im Alltag fahren will, sollte aber wohl besser auf die Diesel-Variante mit Reihensechszylinder warten, die der Hersteller noch nachschieben wird.

Wie lässt sich die neue Generation der G-Klasse also zusammenfassen? Im Großen und Ganzen hat Mercedes viele Bereiche deutlich verbessert und das Auto auch für den Normalbetrieb nutzbarer gemacht. Trotzdem, nüchtern betrachtet wird kaum ein Käufer das volle Potenzial im Gelände je ausnutzen und würde daher eigentlich besser ein normales SUV kaufen, die in Großteil der Anwendungen einfach besser sind als der „G“. Aber wie es mit vielen anderen Traditions-Modellen ist, hält es auch die G-Klasse. Man kauft hier nicht nur ein Auto, sondern auch eine Tradition, ein Image und ein Gefühl. Das G-Gefühl.

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