Gefahren: Porsche 911 Targa 4 GTS

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Wie dem auch sei: Dass Porsches Autos nun mal sündhaft teuer sind, ist nicht Neues und ändert auch nichts am enormen Fahrspaß, den die Sportwagen allesamt in Serie bieten. Der Targa 4 GTS, der übrigens nur mit Allradantrieb zu haben ist, macht da keine Ausnahme. Egal ob auf der Autobahn, den Serpentinen-Bergstrecken bei Malaga oder auf der Rennstrecke: Ein „Elfer“ ist immer nahezu perfekt.

Es wäre vermessen, einem Normalfahrer zuzutrauen, dass er den Unterschied der 30 Mehr-PS wirklich spürt. Er genießt einfach die unbändige Kraft beim Überholen, die Souveränität beim Durcheilen von Biegungen, die energische, gut dosierbar Bremse und die Lenkung, die je nach Temperament ihres Nutzers Cart-Gefühl oder Komfort ausstrahlt.

Sport-Taste für mehr Spaß

Und dann gibt es ja noch die Sporttaste: Sie verstärkt durch einige technische Tricks den Sound der sechs Zylinder, die sich auf 3,8 Liter Hubraum verteilen. Das grollige Röhren klingt gar nicht prollig, sondern einfach nur potent. Das dumpfe Blubbern beim Gaswegnehmen unterstreicht akustisch, dass der Motor in den Schiebebetrieb wechselt. Und das kurze Bellen meldet das automatische Zwischengas beim Herunterschalten. Alles wie gehabt also, alles Porsche pur. Wer sich dann noch die Siebengang-Automatik (4.141 Euro extra) gönnt, hat immer die passende Drehzahl unter dem rechten Fuß.

Wenn die andalusische Sonne durch das Freiluft-Rechteck über den Köpfen der beiden Insassen die Szenerie erhellt, ist die Welt der echten Fans nahezu perfekt. Ein ausfahrbarer Windabweiser verschont obendrein das Haupthaar von den Resten an Zugluft. Und wenn der Himmel grollt, genügt ein Knopfdruck, um das Dach wieder komplett zu schließen. Früher musste das von Hand erledigt werden.

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Mit seinem zwar teuren, aber starken Auftritt reiht sich der Targa S nahtlos in den Rest der GTS-Familie ein. Wobei es doch deutliche Unterschiede zwischen der Klientel in den einzelnen Baureihen gibt. Der GTS-Anteil bei Boxter oder Cayman, den günstigen Porsche-Modellen, ist recht gering. Beim großen SUV Cayenne sind es dagegen mehr als die Hälfte der Kunden, die im Golfclub ihre drei Buchstaben betonen. Allerdings wächst das einst so übersichtliche Porsche-Modellprogramm damit gewaltig an, allein beim Klassiker 911 auf über 20 Versionen: Man muss wohl schon an einer noch zu gründenden Uni das Fach Porschologie belegen, um da noch durchzublicken.

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