Ordentliche Durchzugskraft
Für den Vortrieb stehen zum Marktstart vier Motoren zur Wahl. Die zwei 1,0-Liter-Sauger-Dreiyzlinder mit 48 kW/65 PS und 54 kW/73 PS werden wohl die wenigsten Käufer begeistern. Toptriebwerk ist zurzeit ein 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 96 kW/130 PS, der an ein Siebengang-DSG gekoppelt ist. Eine leistungsstarke R.S.-Version folgt voraussichtlich 2020. Volumenmotor wird aber der 74 kW/100 PS starke Dreizylinder-Turbo.
Bei ersten Fahrten ins Hinterland von Lissabon gab sich das Aggregat recht spritzig. 160 Nm sorgen hier für ordentliche Durchzugskraft, fordern aber bei Beschleunigungsabsichten oder im hügeligen Geläuf Schaltarbeit. Leider ist hier wie auch bei den kleinen Saugern nur ein Fünfgang-Handschalter an Bord. Immerhin: Die Schaltwege sind kurz und präzise.
Letzteres kann man von der Lenkung nicht immer behaupten, sie könnte ein wenig mehr Rückmeldung geben. Einen guten Job haben die Fahrwerksingenieure gemacht. Der Clio schluckt die meisten Bodenunebenheiten souverän, selbst über Pflastersteinbelag geht es, ohne dass die Zahnplomben wackeln. Dafür rauschte es in den Ohren: Die schlechten Straßenbeläge führten zu im Innenraum gut wahrnehmbaren Abrollgeräuschen. Im Schnitt soll sich das Triebwerk übrigens mit 4,4 Litern begnügen.
Hybrid kommt Anfang 2020
Anders als bei den neuen Modellen Opel Corsa und Peugeot 208 wird es vom Clio keine rein batterieelektrische Variante geben. Diese Vortriebsart bleibt im Renault-Kleinwagensegment dem Zoe vorbehalten, der im Herbst ein Update erhält. Für den Clio schieben die Franzosen Anfang 2020 aber einen Hybridantrieb nach. Dieser besteht aus einer 1,2 kWh starken Batterie, zwei Elektromotoren (36 kW/49 PS und 15 kW/20 PS) sowie einem 1,6-Liter Benziner mit 66 kW/90 PS und kommt auf eine Systemleistung von rund 130 PS.
Wenn der Clio im Herbst auf den Markt kommt, werden die wenigsten Modelle zum Basistarif (ohne Klima und Radio) vom Hof der Händler rollen. Wie auch bei den Wettbewerbern geht der Trend zu gut ausgestatteten Fahrzeugen mit Klimaautomatik, Leder, 17-Zoll-Alus und mehr: Auch in dieser Hinsicht ist der kleine Franzose ziemlich groß geworden.
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