Suchen

Geplante Batteriefabrik: Volkswagen kauft sich bei Northvolt ein

Autor: Christoph Seyerlein

Volkswagen investiert insgesamt 900 Millionen Euro in „gemeinsame Batterieaktivitäten“ mit Northvolt. Die Schweden sollen dem Autobauer unter anderem dabei helfen, eine Batteriefabrik in Salzgitter hochzuziehen. Auch der Zeitplan dafür wird konkreter.

Firmen zum Thema

VW will bis 2028 knapp 70 neue Elektromodelle einführen und braucht dafür Versorgungssicherheit bei den Batterien.
VW will bis 2028 knapp 70 neue Elektromodelle einführen und braucht dafür Versorgungssicherheit bei den Batterien.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen treibt den geplanten Aufbau einer eigenen Batteriefabrik in Salzgitter weiter voran. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, beteiligt er sich mit 20 Prozent am Batteriezellhersteller Northvolt. Damit einher geht für die Wolfsburger ein Sitz im Aufsichtsrat der Schweden.

Insgesamt investiert Volkswagen nach eigenen Angaben rund 900 Millionen Euro in „gemeinsame Batterieaktivitäten mit Northvolt“. Ein Teil der Summe fließt in die Beteiligung, ein weiterer soll für den Aufbau eines Joint Ventures noch in diesem Jahr fließen. Ziel jener Unternehmung ist eine 16-Gigawattstunden-Batteriezellfabrik.

Entstehen soll das Werk am Volkswagen-Standort Salzgitter. Aktuell plant VW, die Fabrik um den Jahreswechsel 2023/2024 in Betrieb nehmen zu können. Volkswagen-Beschaffungsvorstand Stefan Sommer sprach davon, damit „auf allen Ebenen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie“ zu schaffen.

Erneute Spitze in Richtung Politik

Wie zuletzt bereits Elektro-Vorstand Thomas Ulbrich setzte auch Sommer eine Spitze in Richtung Politik. Volkswagen wolle mit seinen Aktivitäten die Zell-Herstellung in Deutschland vorantreiben. „Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben sind“, so Sommer. Volkswagen hat nach eigenen Angaben ab 2025 allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden für seine Elektroautos. Auch in Asien gehe es um eine solche Größenordnung.

Der künftige Partner Northvolt existiert erst seit 2016. Aktuell baut das Unternehmen in Schweden eine Pilot-Fertigung von Batteriezellen sowie eine Batteriezellenfabrik mit einem Volumen von 16 Gigawattstunden auf. Zu den Partnern von Northvolt zählen neben Volkswagen unter anderem auch BMW, Siemens und Vattenfall.

(ID:45972257)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«