Skoda Halbleitermangel schränkt die Produktion ein

Autor: Andreas Grimm

Bislang konnte Skoda die Folgen des Halbleitermangels abpuffern. Doch jetzt sind die Vorräte aufgebraucht. Die drei Werke in Tschechien fahren die Produktion herunter. Den deutschen Handel trifft das zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

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Die Produktion in den tschechischen Skoda-Werken läuft angesichts des Halbleitermangels nicht mehr reibungslos. Vorrübergehend stehen die Bänder still.
Die Produktion in den tschechischen Skoda-Werken läuft angesichts des Halbleitermangels nicht mehr reibungslos. Vorrübergehend stehen die Bänder still.
(Bild: Skoda)

Die Versorgungsengpässe mit Halbleiter-Produkten treffen nun auch den tschechischen Autobauer Skoda. Im Rahmen der Vorstellung der künftigen Strategie „Next Level Skoda“ erklärte Vorstandschef Thomas Schäfer, dass nun auch der tschechische Autobauer die Produktion teilweise unterbrechen muss.

Schäfer bezeichnete die Liefersituation als ein „ernstes Problem“ für die Branche und Skoda im Speziellen. Angesichts der hohen Nachfrage nach Skoda-Fahrzeugen sei die mangelhafte Teileversorgung „ein Desaster“, da nun doch Lieferverzögerungen drohen. Das könnte den Wachstumskurs des Fabrikats nicht zuletzt in Deutschland bremsen. Hierzulande war Skoda im Mai mit 15.269 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 6,6 Prozent auf Platz vier der Verkaufsstatistik vorgerückt.

Während die Halbleiterkrise bereits viele Autobauer erfasst hatte, unter anderem mussten in Deutschland VW, Audi und Mercedes immer wieder die Bänder anhalten und Kurzarbeit beantragen, war es Skoda bisher gelungen, die Effekte auf die Produktion in den tschechischen Werken gering zu halten.

Inzwischen sind die Puffer allerdings aufgebraucht. In der Folge habe sich die Skoda-Führung mit der Gewerkschaft geeinigt, die Produktion in den drei Werken Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi in dieser und der kommenden Woche herunterzufahren.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«