Vertriebsmodelle Handel zweifelt an Agentur

Von Martin Achter

Immer mehr Autohersteller führen Agenturmodelle ein. »kfz-betrieb« befragte zusammen mit Concertare Händler dazu, welche wirtschaftlichen Risiken und Chancen sie darin sehen. Ergebnis: Der Handel zweifelt grundsätzlich am Nutzen der Modelle.

Der Großteil der Händler sieht Agenturmodelle unserer Umfrage zufolge mit äußerster Skepsis. Viele rechnen damit, dass die Hersteller ihre Machtposition dadurch deutlich ausbauen.
Der Großteil der Händler sieht Agenturmodelle unserer Umfrage zufolge mit äußerster Skepsis. Viele rechnen damit, dass die Hersteller ihre Machtposition dadurch deutlich ausbauen.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb« )

Jüngst stießen noch BMW und Ford dazu – bei Stellantis, Mercedes-Benz oder im VW-Konzern ist das Thema schon länger gesetzt: Eine ganze Reihe von Herstellern ist dabei, Agentur- und Onlinevertriebsmodelle einzuführen oder hat sie schon eingeführt. Die Preise für Fahrzeuge setzt in diesen Modellen zentral der Hersteller – ob online oder offline in den stationären Repräsentanzen der Marken. Und auch der Vertragspartner für den Kunden ist in Agenturmodellen nicht mehr der Vertragshändler vor Ort, sondern der Hersteller selbst.

»kfz-betrieb« hat jetzt zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Concertare Händler dazu befragt, wie sie die Chancen und Risiken von solchen Agenturmodellen für ihre Unternehmen einschätzen, worin sie Vor- und Nachteile für Kunden sehen. An der Onlinebefragung nahmen 114 Händler aus verschiedenen Vertriebsorganisationen teil. Die Ergebnisse beanspruchen keine Repräsentativität, zeichnen aber ein valides Stimmungsbild.