Heizung für E-Autos: Alkohol spart Strom

Ethanol-Heizung für E-Autos zum Nachrüsten

| Autor: Jan Rosenow

Für den Streetscooter Work XL hat Eberspächer eine ethanolbetriebene Luftheizung entwickelt.
Für den Streetscooter Work XL hat Eberspächer eine ethanolbetriebene Luftheizung entwickelt. (Bild: Eberspächer)

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Mit dem bevorstehenden Winter beginnt für die Fahrer von Elektroautos wieder das große Bibbern: Komme ich auch mit voll aufgedrehter Heizung noch an mein Ziel? Oder muss ich frieren, damit die Reichweite nicht über Gebühr leidet? Bei niedrigen Außentemperaturen sinkt nämlich nicht nur die Leistungsfähigkeit der Akkus, sondern der hohe Strombedarf der Heizung sorgt für zusätzlichen Energieverbrauch. Laut dem Esslinger Klimatisierungsspezialisten Eberspächer kann die Reichweite im Winter im Schnitt um 25 Prozent im Vergleich zu den Sommermonaten sinken. Bei sehr tiefen Außentemperaturen, um minus 20 Grad Celsius, sind es sogar bis zu 50 Prozent.

Eine stromsparende Heiztechnik für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge stellen ethanolbetriebene Brenner von Eberspächer dar. Sie lassen sich in Wasser- oder Luftheizungen integrieren. Allerdings bietet das Unternehmen dieses Produkt aktuell nicht für das Pkw-Nachrüstgeschäft an, sondern nur für kundenspezifische Einzelprojekte im Nutzfahrzeugsegment. Aktuell kommt eine neue Generation der Ethanolheizung (Leistung: zwei kW) auf Basis der Luftheizung Airtronic 2 im neuen Transporter Work XL von Streetscooter zum Einsatz.

Brennstoffbetriebene Heizung für Hybridfahrzeuge

Interessant ist auch ein weiteres Eberspächer-Produkt, das sich für Hybridfahrzeuge eignet. In diesen springt der Verbrennungsmotor im Winter oftmals nur an, um mit seiner Abwärme den Innenraum zu heizen. Das kostet Kraftstoff, da der Motor bei der Wärmeerzeugung einen geringen Wirkungsgrad hat. Die brennstoffbetriebene Heizung Hydronic S3 Incat hingegen sorgt motorunabhängig für angenehme Wärme – bei deutlich geringerem Kraftstoffverbrauch. Der Verbrennungsmotor kann also stillgelegt bleiben.

Der vollständig in die Wasserheizung integrierte Katalysator reduziert laut Eberspächer nahezu alle CO- und HC-Emissionen und ermöglicht dadurch ein emissionsarmes Heizen. Zudem temperiert das Aggregat die Batterie und sorgt so für eine höhere Reichweite.

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