Mercedes-Benz

Hersteller verdient dank höherer Preise deutlich mehr

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Die Aktionäre sollen für 2022 eine Dividende von 5,20 Euro je Aktie erhalten. Das sind 20 Cent mehr als vor einem Jahr, damals waren aber auch 70 Cent von Daimler Truck in der Auszahlung enthalten. Zudem hat Mercedes am Vorabend ein bis zu vier Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt, das über die kommenden zwei Jahre laufen soll. Mit den beiden größten Aktionären, der staatlichen chinesischen Firma Beijing Automotive Group Co Ltd (BAIC) und dem ebenfalls chinesischen Geely-Konzern, hat Mercedes nach eigenen Angaben vereinbart, dass diese ihren Anteil an der Mercedes-Benz-Gruppe jeweils unter zehn Prozent halten werden. Dazu verkaufen sie anteilig Aktien.

Gut gefüllte Kassen

BAIC ist der Partner von Mercedes im chinesischen Gemeinschaftsunternehmen BBAC und hält derzeit als größter Einzelaktionär der Schwaben knapp zehn Prozent der Anteile. Der Autokonzern Geely mit seinem Chef und Milliardär Li Shufu liegt mit 9,7 Prozent knapp dahinter.

Mercedes-Finanzchef Harald Wilhelm hatte im vergangenen Jahr des Öfteren angedeutet, dass Mercedes angesichts gut gefüllter Kassen Spielraum für eine erhöhte Rückgabe von Kapital an die Anleger besitze. Einige Analysten hatten daher bereits auf einen Aktienrückkauf spekuliert.

Mercedes steigerte den Umsatz 2022 um 12 Prozent auf 150 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte zwar etwas weniger Autos an Endkunden ausgeliefert als im Vorjahr, aber mit 2,04 Millionen Autos rund 5 Prozent mehr Autos im Großhandel abgesetzt. Vor allem aber zog der Verkauf von teuren Top-Modellen wie der S-Klasse, der Tuning-Tochter AMG und der Luxusmarke Maybach an, was mehr Rendite bringt. Bei den besonders teuren Autos soll es auch in diesem Jahr weiter leicht aufwärtsgehen. Von den vollelektrischen Modellen sollen etwa doppelt so viele abgesetzt werden wie im Vorjahr mit 149.227 Einheiten.

Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern legte im vergangenen Jahr um ein Fünftel auf 20,7 Milliarden Euro zu. Die operative Marge im Autogeschäft zog um 1,5 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent an. Im vierten Quartal konnte sich der Konzern es komfortabel leisten, Zahlungen an ausgewählte Lieferanten zu machen, die in Schwierigkeiten zu geraten drohten. Zudem gab es eine Inflationsprämie für die Mitarbeiter.

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