Heute E-Kühltransporter – morgen E-Werkstattwagen

Wechselaufbauten für E-Transporter

| Autor: Holger Schweitzer

Ein Basisfahrzeug - viele Anwendungen: Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie entwickelte gemeinsam mit Partnern ein Bauksastensystem für Aufbauten von leichten elektrischen Nutzfahrzeugen.
Ein Basisfahrzeug - viele Anwendungen: Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie entwickelte gemeinsam mit Partnern ein Bauksastensystem für Aufbauten von leichten elektrischen Nutzfahrzeugen. (Bild: IPT)

Mit wenigen Handgriffen vom E-Kühltransporter zum Pritschenwagen für Werkzeuge. Das soll ein modulares Aufbaukonzept möglich machen, das das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit Partnern wie dem E-Fahrzeughersteller Streetscooter entwickelt hat. Hinter dem sogenannten Projekt „Baukasten für Ladewagensysteme“ verbirgt sich ein Baukastenprinzip für modular aufgebaute elektrische Nutzfahrzeuge: Dabei soll das Basisfahrzeug nach Institutsangaben je nach Verwendungszweck schnell und flexibel mit verschiedensten Aufbauten verbunden werden können.

Das Konzept soll vor allem kleineren und mittleren Unternehmen im städtischen Umfeld zugute kommen, da sie so denselben Fahrzeugunterbau für unterschiedliche Transportaufgaben einsetzen könnten: Fährt beispielsweise ein Schreiner zu einem Kunden, verwendet er einen Aufbau mit einem Schubladenregalsystem für seine Werkzeuge – liefert er ein Möbel aus, kommt eine größere Ladefläche mit Pritschenwagen und Spannsystemen zum Einsatz.

Ein Basisfahrzeug - vielen Anwendungen: Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie entwickelte gemeinsam mit Partnern ein Bauksastensystem für Aufbauten von leichten elektrischen Nutzfahrzeugen.
Ein Basisfahrzeug - vielen Anwendungen: Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie entwickelte gemeinsam mit Partnern ein Bauksastensystem für Aufbauten von leichten elektrischen Nutzfahrzeugen. (Bild: IPT)

Weitere Anwendungen sind laut dem Forschungsteam unter anderem ein geschlossener Kofferaufbau mit Kühlung und Luftfeuchtigkeitsmesser für den Transport von Lebensmitteln. Insgesamt lasse das Konzept eine Vielzahl von Nutzungen zu. Wie das Institut informiert, habe man hierfür gemeinsam mit Unternehmen die Anforderungen an die Fahrzeuge definiert: von Maßen über Ladungssicherung bis hin zu Kühlung und Aufbewahrungssystemen.

Niedrige Investitionskosten

Gerade Handwerker- und Instandhaltungsbetriebe, die ihre Fuhrparks auf E-Fahrzeuge umstellen möchten, finden laut dem Institut in der aktuell verfügbaren E-Transporterpalette wenig Auswahl an geeigneten Fahrzeugen für ihre Anwendungszwecke. Hinzu kämen die hohen Anschaffungskosten, die viele Betriebe abschrecken würden. Mit dem Ansatz des modularen Konzepts möchte das IPT-Projekt hier Abhilfe schaffen und E-Nutzfahrzeuge günstiger machen.

Verwendet ein Unternehmen die modularen Aufbauten, sind laut dem Projektteam weniger E-Fahrzeuge im Fuhrpark erforderlich. So ließen sich zusätzlich Kosten sparen. Zudem ermögliche es der modulare Baukasten, dass sich mehrere Unternehmen eine Flotte im Sinne des Carsharingprinzips teilen. So könnten Unternehmen Kosten sparen und gleichzeitig die Standzeiten ihrer Fahrzeuge verringern.

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