Hella Gutmann Hochvoltbatterien: Künftig einfach stationär prüfen

Von Steffen Dominsky

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Den State of Health (SoH), also den Gesundheitszustand einer Antriebsbatterie zu ermitteln, ist kein leichtes Unterfangen. Mit dem Mega Macs X soll das künftig auch ohne Verbrauchsfahrt möglich sein.

Den State of Health (SoH) sollen Werkstätten mit einem Mega Macs X künftig im Zuge des Ladevorgangs einer Antriebsbatterie ermitteln können. Eine zeitraubende Verbrauchsfahrt ist dazu nicht mehr notwendig.
Den State of Health (SoH) sollen Werkstätten mit einem Mega Macs X künftig im Zuge des Ladevorgangs einer Antriebsbatterie ermitteln können. Eine zeitraubende Verbrauchsfahrt ist dazu nicht mehr notwendig.
(Bild: HGS )

Die Hochvolt-Batterie gilt als Herzstück und teuerstes Bauteil eines batterieelektrischen Fahrzeugs. Entscheidende Faktoren wie Leistung, Reichweite und Gesamtwert des Fahrzeugs hängen direkt von ihrer Kapazität ab. Da ein möglicher Austausch mit immensen Kosten verbunden ist, ist die Kenntnis ihres Gesundheitszustands (State of Health = SoH) für Handel, Werkstätten, Versicherer, Banken, Flottenbetreiber und nicht zuletzt Fahrzeughalter von großem Interesse. Mit der Batteriediagnose „Basic“ und der zertifizierten Batteriediagnose „Pro“ hat Hella Gutmann Solutions (HGS) deshalb zwei Möglichkeiten der Hochvolt-Batteriediagnose geschaffen.

So gibt die Basic-Beurteilung des SoH durch Auslesen der fahrzeuginternen Parameter Werkstätten die Möglichkeit, beispielsweise im Rahmen eines Service eine Aussage zum Zustand des Hochvoltspeichers zu treffen. Die im Batteriemanagementsystem vom jeweiligen Fahrzeughersteller definierten Parameter, etwa Zellenspannungen oder Zellenwiderstände, liefern Hinweise auf mögliche leistungsschwache Zellen. Außerdem bilden sie laut HGS eine praktische Basis für die Kundenberatung, etwa mit Blick auf ein verbessertes Nutzungsverhalten oder den Werterhalt eines Fahrzeugs.

Dank stationärem Test keine Probefahrten nötig

Die Hochvolt-Batteriediagnose Basic können Mega-Macs-Nutzer mit der neuesten Software-Version (ab 67) in wenigen Minuten im Rahmen der E-Mobility-Funktionen durchführen. Um darüber hinaus eine von Herstellerdefinitionen unabhängige Beurteilung des SoH und somit objektive Fahrzeugbewertung zu ermöglichen, haben die Hella-Entwickler in Zusammenarbeit mit der Battery Quick Check GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen des TÜV Rheinland und der Twaice Technologies GmbH, die Hochvolt-Batteriediagnose Pro ersonnen. Im Unterschied zu bestehenden Lösungen am Markt setzen Hella Gutmann und seine Partner nicht auf zeitaufwendige Batterie-Belastungen während des Fahrens. Vielmehr erfolgen softwaregesteuerte Belastungen mithilfe des Diagnosegeräts Mega Macs X und der Wallbox während des Ladevorgangs, also stationär.

Die Bewertung der aufgezeichneten Messwerte erfolgt algorithmisch. Die Auswertung durch bewährte Analyse-Algorithmen liefert laut den beteiligten Unternehmen objektive Fakten zum tatsächlichen SoH des Hochvolt-Akkus und lässt darüber hinaus Rückschlüsse auf das bisherige Nutzungsverhalten zu (Stichwort Schnell- oder Tiefentladungen). Denn diese beschleunigen den Alterungsprozess einer Lithium-Ionen-Batterie massiv. Ein Zertifikat des TÜV Rheinland dokumentiert die herstellerunabhängige Zustandsbewertung der Hochvoltbatterie und bildet die laut HGS hieb- und stichfeste Basis für Gutachten und Fahrzeugbewertungen. Die Markteinführung der Batteriediagnose Pro soll im Laufe des Jahres erfolgen.

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