Höhere Preise für die Abgasuntersuchung

Bundesrat stimmt Gebührenerhöhung zu

15.07.2011 | Redakteur: Christoph Baeuchle

Die Gebühren für die Abgasuntersuchung steigen. Einer entsprechenden Verordnung hat jüngst der Bundesrat zugestimmt. Ab Anfang August gelten für alle Fahrzeuge nur noch zwei Preiskategorien: mit und ohne Messung am Auspuffrohr.

Die Untergrenze für eine Abgasuntersuchung (AU) samt Messung am Auspuffrohr wird von derzeit 10,90 Euro auf 21,20 Euro nahezu verdoppelt. Die Höchstgrenze für eine entsprechende Untersuchung hat der Gesetzgeber bei 98 Euro belassen. Ähnlich entwickeln sich die Gebühren für eine Abgasuntersuchung ohne Messung am Auspuffrohr: Hier verdoppelt sich die Untergrenze von derzeit 6,20 Euro auf 11,95 Euro. Auch hier bleibt die Höchstgrenze mit 55,20 Euro unverändert.

Zudem steigen die Preise für Kombiuntersuchungen: Wird die Abgas- gemeinsam mit der Hauptuntersuchung durchgeführt, können die Betriebe den Gesamtpreis, der sich aus der Summe der beiden Einzeluntersuchungen ergibt, um 15 Prozent reduzieren. Bislang konnten sie maximal 30 Prozent nachlassen.

Entscheidung basiert auf ZDK-Studie

Eine ZDK-Studie habe gezeigt, „dass die gemeinsame Durchführung von Haupt- und Abgasuntersuchung nicht zu einer Steigerung der Effektivität (Zeitersparnis) um 30 Prozent, sondern lediglich maximal 15 Prozent führt“, begründet der Gesetzgeber die Einschränkung.

Damit schiebt der Gesetzgeber einem Preisdumping mit amtlichen Prüfungen einen Riegel vor. Einige Anbieter hatten in der Vergangenheit Kombipreise geboten, bei denen die Preise für die Abgasuntersuchung nicht auskömmlich waren.

„Die Gebührenanhebungen an den technischen Prüfstellen werden die Preisschere zu den Angeboten der Überprüfung in Werkstätten verkleinern“, erläutert Dieter Paust, Hauptgeschäftsführer beim Landesverband Nordrhein-Westfalen. Mit der Erhöhung der AU-Preise wird die Wertigkeit der Abgasuntersuchung in Werkstätten erhöht.“

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