Hyundai i30: Die Koreaner blasen zur Jagd

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

In der Kompaktklasse startet Hyundai Ende März mit der zweiten Generation des i30. Mit dem Nachfolger ihres Verkaufsrenners nehmen die Koreaner explizit Ford- und Opel-Kunden ins Visier.

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Der neue Hyundai i30 startet Ende März bei den deutschen Händlern. (Foto: Hyundai)
Der neue Hyundai i30 startet Ende März bei den deutschen Händlern. (Foto: Hyundai)

Hyundais Selbstbewusstsein steigt. Der koreanische Autohersteller verzeichnet Jahr für Jahr zweistellige Zuwachsraten bei den Fahrzeugverkäufen – sicher nicht zuletzt deshalb, weil die Entwickler es schaffen, bei jedem neuen Modell einen Schritt nach vorne zu machen, was Qualitätsanmutung und Verarbeitung angeht.

Das zeigt sich auch beim neuen Hyundai i30, der seit seiner Premiere auf der IAA 2011 bereits einiges an Lob einheimste. Seinen Anteil daran dürfte auch VW-Chef Martin Winterkorn haben, der den Golf-Konkurrenten in einem schon fast legendären Youtube-Video mit dem Satz „Do scheppert nix“ adelte. Ende März kommt die zweite Generation des i30 nun in den Handel.

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Von VW-Fahrern sprechen die Verantwortlichen bei Hyundai Motor Deutschland allerdings noch nicht, wenn es um die Kunden geht, die der Importeur für den i30 gewinnen will. Neben den japanischen und französischen Wettbewerbern nehmen die Koreaner aber inzwischen ausdrücklich auch Ford und Opel ins Visier.

Zurückhaltung bei der Verkaufserwartung

Was die Verkaufsziele für den Kompakten in diesem Jahr angeht, ist Hyundai zurückhaltend. „Wir wollen das Niveau des Vorjahres erreichen“, sagte Hyundai-Sprecher Thomas Rauh gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«. 2011 weist das Kraftfahrt-Bundesamt für den i30 inklusive der Kombi-Variante knapp 33.000 Neuzulassungen aus.

Zusätzliche Kundengruppen will Hyundai dann ab 2013 mit dem Dreitürer erreichen, den es beim Vorgängermodell noch nicht gab. Europaweit peilt Hyundai 120.000 Neuzulassungen jährlich an. Davon sollen 65 Prozent auf den Fünftürer, 25 Prozent auf den Kombi und 10 Prozent auf die dreitürige Variante entfallen.

Der Importeur kündigte zudem an, den Anteil an gewerblichen Kunden deutlich steigern zu wollen, allerdings ohne ein konkretes Ziel zu nennen. Luft nach oben ist jedenfalls noch. Während der Gewerbekundenanteil im C-Segment 2011 deutschlandweit bei 60 Prozent lag, kam Hyundai mit dem i30 auf lediglich 25 Prozent.

Optisch braucht sich der Kompakte vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Das vom europäischen Designteam unter Thomas Bürkle entworfene Modell steht durch kräftige vordere Kotflügel, markante seitliche Kanten auf der Motorhaube und zwei ansteigende Sicken in der Seitenpartie dynamisch auf der Straße. Von vorne ähnelt der i30 der Mittelklasselimousine i40.

Das im Vergleich zum Vorgänger in Länge und Breite gewachsene Kompaktmodell bietet trotz gleichen Radstands mehr Platz – sowohl für die Insassen als auch für das Gepäck. Das Kofferraumvolumen legte um elf Prozent auf 378 Liter zu. Bei umgeklappter Rücksitzbank ergeben sich bis zu 1.316 Liter.

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