GVO bedroht Mehrmarkenvertrieb
Verbandsgeschäftsführerin Antje Woltermann gab den Hyundai-Händlern einen Überblick über die Pläne der EU-Kommission zur Zukunft der Kfz-GVO und die Konsequenzen daraus. Demnach könnten ab 2013 Hersteller den Mehrmarkenvertrieb komplett unterbinden. Woltermann riet den Mehrmarkenhändlern, sich abzusichern und Vereinbarungen mit den Herstellern zu schließen, die den Vertrieb der unterschiedlichen Marken garantieren.
Eine weiter wichtige Konsequenz der neuen Regelungen sei die Möglichkeit der Kündigung von Händlerverträgen ohne Begründung und mit verkürzter Frist. „Die EU-Kommission verkennt die unterschiedlichen Machtverhältnisse zwischen mittelständischen Unternehmern auf der einen und Konzernen auf der anderen Seite“, sagte Woltermann.
Emotionaler Verkauf gegen Rabattspirale
Verkaufstrainer Friedel Scheede gab den Hyundai-Händlern Denkanstöße, um aus der Preisspirale herauszukommen. Es sei wichtig, die Gefühle der Kunden anzusprechen und nicht allein an die Vernunft zu appellieren und über den Preis zu verkaufen. Wer gut verkaufen will, müsse die Kunden emotional binden. „Machen Sie sich ihren Kunden zum Freund“, sagte Scheede.
Bereits bei der Informationsveranstaltung am Vortag der Jahreshauptversammlung referierte Klaus Wagner vom auf Qualitätsmanagement spezialisierten Ingenieurbüro Wagner über den Umgang mit Werkstatttests. Händler sollten die Testergebnisse aktiv nutzen, so Wagner. Positive Ergebnisse lassen sich zur Werbung nutzen und motivieren die Mitarbeiter. Bei negativen Ergebnissen sollte ein Unternehmer einerseits die Prozesse in seiner Werkstatt unter die Lupe nehmen und andererseits offensiv damit umgehen, um den Kunden klar zu machen, dass man das Problem angeht.
Zudem stellte der Hyundai-Händlerverband seinen Mitglieder das Angebot seiner neuen Dienstleistungsgesellschaft und deren Partner ASG Clearing, Harri 112, Normfest und Codesi vor.
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