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IAA 2019: Elektrische Antriebe mit System

| Autor: Jan Rosenow

Der amerikanische Zulieferer Borg-Warner zeigt auf der IAA Komponenten für alle Bauarten von elektrifizierten Fahrzeugen – vom 48-Volt-Hybrid bis zum E-Auto.

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Elektrischer Achsantrieb (oben), Batteriepaket (Mitte) und Hybridmodul (unten) sind die Borg-Warner-Highlights auf der IAA.
Elektrischer Achsantrieb (oben), Batteriepaket (Mitte) und Hybridmodul (unten) sind die Borg-Warner-Highlights auf der IAA.
(Bild: Borg-Warner)

Der amerikanische Autozulieferer Borg-Warner mag hierzulande nicht so bekannt sein wie das deutsche Dreigestirn Bosch, Continental und ZF, befindet sich aber technisch durchaus auf Augenhöhe. Das zeigt sich erneut auf der IAA: Ebenso wie seine deutschen Konkurrenten präsentiert der Konzern dort ein komplettes Portfolio an Antriebskomponenten für Elektro- und Hybridfahrzeuge – von Elektromotoren über Leistungselektronik, Batterie- und Getriebetechnik bis hin zu Wärmemanagementsystemen.

Highlights auf dem Messestand sind neben der E-Turbo-Technik unter anderem die neuesten Akkupacks, P2-Hybridmodule und die Antriebsachse IDM. Die kompakten Akkupacks für Elektrofahrzeuge verfügen über zylindrische Standardzellen (wie bei Tesla) und sollen so für eine hohe Energiedichte sorgen. In Kombination mit dem unternehmenseigenen Thermo- und Batteriemanagement führe dies zu „bahnbrechender“ Reichweite und Leistungsentfaltung, verspricht Borg-Warner in einer Pressemitteilung.

Turbolader erzeugt elektrische Leistung

Darüber hinaus stellt Borg-Warner sein integriertes Antriebsmodul für Elektroautos (Integrated Drive Module, IDM) aus. Dieses kombiniert eine Leistungselektronik mit Elektromotor und Getriebetechnik in einem kompakten Gehäuse.

Komponenten für Hybridantriebe kann Borg-Warner in praktisch jeder Konfiguration liefern (P0, P1, P2, P3, P4 und Powersplit). Koaxiale und achsparallele P2-Hybridmodule bieten Fahrzeugherstellern die Möglichkeit, ihre bestehenden Verbrennerkonzepte in Hybridanwendungen umzurüsten – ohne den existierenden Motor oder das Getriebe austauschen zu müssen. Das Unternehmen baut sogar eine 48-Volt-Anwendung, die neben Hybridfunktionen wie Stopp/Start und Bremsenergierückgewinnung auch elektrisches Fahren ermöglicht.

Ein weiteres Produkt auf dem Messestand ist der E-Turbo – ein Turbolader, der mit einem Elektromotor ausgestattet ist. Wenn der Fahrer Gas gibt, treibt der E-Motor die Turbinenwelle an und sorgt so für einen nahezu sofortigen Drehmomentanstieg. Wird jedoch mehr Turbinenenergie aus dem Abgasstrom erzeugt als aktuell gebraucht, wandelt die E-Maschine diese in elektrische Leistung um.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group