Internationaler Geldwäsche auf der Spur

Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

Geldwäscher agieren zunehmend international. Gleichzeitig steigen internetbasierte Fahrzeugverkäufe und -exporte seit Jahren bei den Handelsbetrieben. Eine Alarmsignal für die Branche. Diese Entwicklungen stehen im Mittelpunkt der dritten Fachtagung „Geldwäscheprävention im Automobilhandel“.

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Geldwäsche hat viele verschiedene Ausprägungen.
Geldwäsche hat viele verschiedene Ausprägungen.
(Bild: Deutsche Bundesbank)

Geldwäsche macht weder vor Ländergrenzen noch vor Branchen halt: Die Internationalisierung der Hersteller- und Händlertätigkeiten, die Möglichkeiten internetbasierter und damit anonymisierter Verkaufsaktivitäten werden auch gern zur Geldwäsche genutzt.

Dafür gilt es, Kfz-Betriebe zu sensibilisieren. Am 15. Mai 2019 veranstaltet der ZDK in Zusammenarbeit mit der TAK und der Deutschen Gesellschaft für Geldwäscheprävention (DGGWP) bereits zum dritten Mal die Fachtagung „Geldwäscheprävention im Automobilhandel“ in Köln.

Wie Betriebe sich wirksam schützen können, erläutern Experten von Polizeibehörden, der Financial Intelligence Unit (FIU) sowie erfahrene Praktiker der Branche. Zudem wird auch ein Ausblick darauf geworfen, was Betriebe durch die fünfte EU-Anti-Geldwäscherichtlinie zum 10. Januar 2020 und durch die sogenannte „nationale Risikoanalyse“ zum Herbst 2019 zu erwarten haben.

Folgende Vorträge stehen auf dem Programm:

  • Internationale Fälle und Vorgänge der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Kfz-Handel (Olivier Chainet und Jan von Carnap, Europol);
  • Beispielhafte nationale und internationale Geldwäscheverdachtsfälle aus Sicht einer Herstellerbank (Stefan Wieland, Opel Bank);
  • Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung – besondere Anhaltspunkte für den nationalen Kfz-Handel (Ann Kathrin Litze, Financial Intelligence Unit);
  • Das neue ZDK-Merkblatt Geldwäscheprävention und Identifizierungsbögen natürlicher und juristischer Personen (Stefan Laing, ZDK);
  • Änderungen für Kfz-Händler durch die 5. EU-Anti-Geldwäscherichtlinie und die nationale Risikoanalyse Deutschland (Andreas Glotz, DGGWP).

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei der TAK.

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