Internet Sales Award 2010: Persönlich und direkt

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Die Autohausgruppe Max Moritz hat seit Mitte 2010 einen neuen Internetauftritt. Die durchschnittlichen 50 Standtage gehen auch auf das Konto eines erfolgreichen Onlinevertriebs.

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Mitte 2010 erfolgte der Relaunch von www.maxmoritz.de.
Mitte 2010 erfolgte der Relaunch von www.maxmoritz.de.
( Archiv: Vogel Business Media )

Wählt ein Internetuser die Rufnummer vom Hagener Autohaus Max Moritz, die in Onlinebörsen oder auf der Firmenhomepage hinterlegt ist, kann er sicher sein, dass er auch tatsächlich einen Verkäufer ans Telefon bekommt: In einer Ringschaltung durchläuft das eingehende Gespräch nach und nach jeden Verkäuferarbeitsplatz. Nach dreimaligem Klingeln schaltet der Anruf weiter und landet in letzter Instanz in der Zentrale. „Soweit kommt es aber gar nicht“, erklärt Filialleiter Stefan Scheer zuversichtlich.

Knapp 4.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft das Autohaus pro Jahr. Angesichts dieser Zahl dürfte klar sein, dass die Erreichbarkeit nur einer von vielen Prozessen ist, die bei Max Moritz klappen.

Sobald eine Anfrage für ein Fahrzeug, eine Probefahrt sowie Anmerkungen oder Beschwerden bei Max Moritz eingehen, ordnen die Bereichsleiter diese einem bestimmten Mitarbeiter zu, der sie umgehend beantwortet. Telefonische Anfragen gehen automatisch an einen freien Verkäufer. Dies passiert bei Max Moritz aus Gründen der Gerechtigkeit nach dem Zufallsprinzip.

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Die Verkäufer legen die Daten des Interessenten in einem Management-Programm (z. B. EVA) an. Es ist unmöglich, eine Anfrage nicht zu beantworten oder zu löschen, ohne dass der jeweilige Verkaufsleiter dies mitbekommt.

Um dem hohen Durchlauf an Gebrauchtwagen Herr zu werden, gibt es bei Max Moritz ein eigenes Werkstattteam. Es kümmert sich ausschließlich um die gebrauchten Fahrzeuge. Eine externe Aufbereitungsfirma hat ihren Sitz im Keller der Max-Moritz-Zentrale in Hagen.

Aufbereiter erstellt Fahrzeugfotos

Dort ist auch eine Fotoecke eingerichtet, in der die Aufbereiter die Fahrzeugbilder erstellen. Sobald die Daten des Fahrzeugs vorhanden sind, spielt das Max-Moritz-Personal das Modell ins Internet und fügt die Fotos bei physischer Hereinnahme bei. Dadurch sind viele Fahrzeuge bereits vor dem Eintreffen im Autohaus verkauft. Die neuen Daten werden dann in die Börsen und auf die Autohaus-Homepage exportiert.

Die Homepage www.maxmoritz.de sieht seit diesem Jahr komplett anders aus. Gemeinsam mit der Agentur 4selected aus Berlin erstellten die Mitarbeiter von Max Moritz einen individuellen Auftritt: „Wir haben die Seite nach unseren Wünschen erstellt und darauf geachtet, dass wir neue Angebote, Änderungen und News sehr schnell selbst einpflegen können. Vor allem wollten wir die Homepage für unsere Kunden und Interessenten persönlicher gestalten“, erklärt Tobias Nölle, verantwortlich für IT und CRM.

Änderungen selbst einpflegen

Dank einer aktuellen Datenbank erinnert das Autohaus per E-Mail oder SMS seine Kunden regelmäßig an Termine für die Hauptuntersuchung oder die nächste Inspektion, an den Winterreifenwechsel oder gratuliert zum Geburtstag des Fahrzeugs und des Käufers. Sollten die notwendigen Daten nicht hinterlegt sein, greifen die Mitarbeiter natürlich auch zum Telefon oder kontaktieren den Kunden per Post.

Durchschnittlich 50 Standtage, nicht mehr als fünf Tage, bis ein Fahrzeug verkaufsfähig ist, und zwei Stunden, bis jemand auf eine E-Mail-Anfrage reagiert – das sind deutliche Zeichen für die Klasse des Autohauses.

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