Kärcher: Trockeneisstrahlen ohne Pelletproblem

Technik jetzt endlich auch spontan einsetzbar

| Autor: Steffen Dominsky

Das Trockeneisstrahlgerät IB 10/8 L2P von Kärcher produziert seine eigenen Pellets.
Das Trockeneisstrahlgerät IB 10/8 L2P von Kärcher produziert seine eigenen Pellets. (Bild: Kärcher)

Jeder, der es selbst schon einmal erlebt hat bzw. die Ergebnisse kennt, ist fast ausnahmslos begeistert: vom Trockeneisstrahlen. Das relativ junge Reinigungsverfahren eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen – gerade auch im Bereich Young- und Oldtimer –, von der schonenden Reinigung empfindlicher Innenräume bis hin zur schonungslosen Entfernung zentimeterdicker Unterbodenbeschichtungen. Doch die dabei zum Einsatz kommenden Geräte hatten alle bislang einen Schönheitsfehler, gerade für denjenigen, der ein solches nicht tagtäglich braucht. So muss man sich die entsprechenden Trockeneispellets für jeden Einsatz immer aufs Neue bei entsprechenden Anbietern beschaffen, denn die Pellets müssen stets frisch sein. Abgeschmolzene Kanten sowie das „Verkleben“ und Vergasen der kleinen Eisstäbchen im Laufe der Zeit reduzieren die Reinigungsleistung spürbar. Selbst in geeigneten Kühlboxen sind sie nur wenige Tage lagerbar.

Genau dieses Manko vermeidet Trockeneispionier Kärcher mit seiner neuesten Entwicklung: Mit dem IB 10/8 L2P bringt er das nach eigenen Angaben erste Trockeneisstrahlgerät auf den Markt, das sein Eis selbst erzeugt – und zwar genau dann und in der Menge, wie es der Anwender benötigt. Eine entsprechende Technik ermöglicht die Trockeneisproduktion in Echtzeit auf kleinstem Raum. Alles, was die Werkstatt hierfür benötigt, ist flüssiges CO2 in Flaschenform sowie einen Druckluftanschluss. Die Handhabung des IB 10/8 L2P soll denkbar einfach sein: Die Strahlpistole eignet sich auch für Arbeiten in engen, verwinkelten Bereichen. Durch eine intuitive Gerätesteuerung sowie zahlreiche „Assistenzsysteme“ soll die Maschine leicht von jedermann zu bedienen sein. Kärcher möchte seine neueste Entwicklung zum Preis von etwa 11.000 Euro anbieten. Die Markteinführung hierzulande erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2020.

Über Trockeneisstrahlen: Hinter der Technologie steckt eine Verbindung von mechanischer und thermischer Energie: Die Trockeneispellets – also festes CO2 mit einer Temperatur von –79 °C – prallen mit einer hohen Geschwindigkeit von 150 m/s auf die Oberfläche auf. Der Schmutz wird durch die Kälte brüchig und spröde, sodass er sich leicht entfernen lässt. Da das Verfahren kaum abrasiv ist und keine Strahlmittelrückstände verbleiben, werden speziell empfindliche Oberflächen schonend und mit geringem Aufwand gereinigt.

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