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Karosserie-Instandsetzung: Vermessenssache

| Redakteur: Ottmar Holz

Krumm oder nicht krumm? Die Gretchenfrage zum Rahmenzustand wird nach einem Unfall oft falsch beantwortet und führt dann zu erheblichen Mehrkosten. Die richtige Antwort findet der Gutachter eigentlich ganz leicht – wenn er ein Messsystem benutzt.

Der Anwender sieht beim Laser-Lock-System beim Ziehen permanent die erzielte Rückverformung an allen Messstellen.
Der Anwender sieht beim Laser-Lock-System beim Ziehen permanent die erzielte Rückverformung an allen Messstellen.
(Foto: Blitz-Rotary)

Ähnlich dem lustigen Spruch: „Ich habe eine Lösung, bitte gebt mir das passende Problem!“ werden seit über zwei Jahrzehnten Geräte zum Vermessen von Karosserien angeboten, in Deutschland aber kaum gekauft. Die Kaufzurückhaltung der deutschen Karosseriebaubetriebe ist einerseits den vergleichsweise hohen Investitionskosten geschuldet, andererseits bestand bei konventionell konstruierten Fahrzeugen bisher keine offensichtliche Notwendigkeit, die Karosserie zu vermessen. Die Materialstrukturen waren homogen, alle Strukturteile gut einsehbar. Das hat sich aber mittlerweile stark verändert.

Warum vermessen?

Die gestiegenen Anforderungen an den Insassenschutz – Stichwort „Euro-NCAP-Crashtest“ – und die gleichzeitig von Markt und Politik geforderten Emissions- und Verbrauchsreduzierungen zwingen die Automobilhersteller zu stabilem Leichtbau. Gleichzeitig steigt die Fertigungsgüte von Rohkarosserien immer weiter an. „Aktuelle Autos sind auf ein bis zwei Millimeter genau gefertigt, entsprechend genau muss auch eine Instandsetzung erfolgen!“, meint Richard Wolfrum, Inhaber der Firma Wolfrum GmbH.