Karosserieinstandsetzung: Nicht nur über Blech reden

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky, Ottmar Holz / Ottmar Holz

Alu, Magnesium, Carbon und 100 Sorten Stähle: Die Instandsetzung moderner Karosserien wird immer diffiziler. Zum Glück bieten findige Unternehmen passende Werkzeuge und Systeme – das zeigten die Würzburger Karosserie- und Schadenstage.

Mit den neuen Zugwerkzeugen (blau) für die Miracle-Klebetechnik kann der Instandsetzer gleichzeitig in zwei Richtungen ziehen.
Mit den neuen Zugwerkzeugen (blau) für die Miracle-Klebetechnik kann der Instandsetzer gleichzeitig in zwei Richtungen ziehen.
(Bild: Carbon GmbH)

Die Multi-Materialmix-Karosserie wird nicht kommen – sie ist längst da. Autos wie die Giulia Quattrofoglio Verde mit Carbondach, Aluhauben und -türen und diversen hochfesten Stählen sind modern, aber nicht mehr spektakulär. Und Audi wird die Karosserie des kommenden A8 aus vier Materialien (Alu, CFK, höchstfeste Stähle und Magnesium) mit 14 Verfahren vom Rollfalzen bis zum Laserstrahl-Remoteschweißen zusammenfügen.

Schon morgen könnte ein Fahrzeug mit einer „intelligenten Karosserie“ bei Ihnen mit einem Unfallschaden auf dem Hof stehen. Doch womit soll der Karosserie- und Fahrzeugbauer Schäden an Außenhaut und Struktur beheben – und das Ganze noch fachgerecht nach Herstellervorschrift und trotzdem schnell und prozesssicher, sodass die Werkstatt damit auch Geld verdient?