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»kfz-betrieb« Autocheck: DS 3 Crossback – im Zeichen der Raute

| Autor: Julia Mauritz

Mit dem DS 3 Crossback hat die französische Premiummarke ein Modell entwickelt, das im Segment der Kompakt-SUVs durch sein besonderes Design heraussticht.

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Der DS 3 Crossback ist im Segment der Premium-Kompakt-SUVs eine besondere Erscheinung.
Der DS 3 Crossback ist im Segment der Premium-Kompakt-SUVs eine besondere Erscheinung.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Egal ob an der Ampel oder im Stau: Das Ratespiel „Zähle die Rauten“ drängt sich im DS3 Crossback förmlich auf: Rund hundert dürften sich alleine im Innenraum des Kompakt-SUVs locker verbergen – von der Lüftung über die Bedienelemente in der Mittelkonsole bis hin zum Lenkrad.

Doch nicht nur Geometriefans kommen mit dem DS 3 voll auf ihre Kosten: Das nur 4,1 Meter lange, seit Mai im Handel erhältliche Premium-SUV ist für all diejenigen die perfekte Wahl, die das Besondere suchen: Schon das Außendesign des 33.240 teuren Testwagens DS 3 Crossback in der Performance Line ist ein echter Hingucker mit dem prominenten Kühlergrill mit Rauten- beziehungsweise Diamantenmuster, den extrem schmalen Matrix-LED-Scheinwerfern und Rücklichtern, den versenkten Türgriffen und der skulpturalen seitlichen Linienführung.

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Die Innenraumgestaltung hebt sich noch stärker von vergleichbaren Kompakt-SUVs ab: Das rein digitale Cockpit könnte auch dem Raumschiff eines französischen Science-Fiction-Films entstammen. Während andere Hersteller die Zahl der Bedienelemente massiv reduziert haben, fungieren diese im DS 3 Crossback durch ihre Rautenform als Designelemente. Deren Anordnung allerdings ist nicht immer logisch: Musik, Sitzheizung und Klimaanlagenregulierung beispielsweise sind im selben Bedienfeld angeordnet. Die Folge: Man ist leicht vom Straßenverkehr abgelenkt. Auch wer die Außenspiegel verstellen will, sucht erst einmal vergeblich: Das entsprechende Bedienfeld ist nicht wie üblich an der Tür untergebracht, sondern links unter der Lenksäule versteckt.

Zum Premiumambiente haben im Testwagen der Alcantarabezug des Cockpits, die breiten, sehr bequemen Sitze und der große 10,3 Zoll-Touchscreen beigetragen, der über der Mittelkonsole thront. Auch ein Head-up-Display haben die Entwickler dem DS 3 Crossback gegönnt – wenn auch nur ein ausfahrendes, und keines, das die Anweisungen direkt in die Windschutzscheibe projiziert. Aus der Reihe fällt im insgesamt luxuriösen Innenraum lediglich das große Staufach in Hartplastik.

Wenig Platz auf der Rückbank

Recht gut angesichts der kompakten Abmessungen ist das Raumgefühl im DS 3 Crossback – zumindest auf den Vordersitzen. Die Fondpassagiere sitzen recht beengt, vor allem der Fußraum lässt zu wünschen übrig. Zudem können die Passagiere auf der Rückbank aufgrund des besonderen Designs der B-Säule die vorbeiziehende Landschaft nicht in vollen Zügen genießen. Und da auch die C-Säule recht wuchtig ist, leidet die Rundumsicht ebenfalls. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 350 Litern zwar kein Raumwunder, aber er ist für ein auf Style getrimmtes Kompakt-SUV dennoch ordentlich dimensioniert. Störend ist lediglich die hohe Ladekante.

Der 114 kW/155 PS starke Dreizylinder Benziner im Testwagen machte in Kombination mit einer Achtgang-Automatik auf der Straße mit seiner Spritzigkeit und Laufruhe eine gute Figur: In 8,2 Sekunden beschleunigt er den DS 3 Crossback von null auf 100 km/h. Auch die maximale Geschwindigkeit kann sich mit 208 km/h sehen lassen. Lediglich in puncto Verbrauch glänzte der Antrieb auf den Testfahrten nicht: Nach gut 2.500 Kilometern Fahrt gab der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 8,4 Litern an. Der Hersteller stellt indes einen kombinierten Verbrauch von 5,5 Litern in Aussicht. Das Fahrwerk ist im DS 3 Crossback zwar wie im DS 7 auf Komfort ausgelegt, anders als im großen Bruder hat man jedoch nie das Gefühl, zu schaukeln.

Fazit: Mit dem DS 3 Crossback, der in der Basisausstattung und mit dem 75 kW/100 PS starken Einstiegsbenziner 23.490 Euro kostet, bekommt der Käufer viel Komfort und moderne Sicherheitssysteme für sein Geld geboten. Das Gesamtpaket ist stimmig. Angesichts des recht hohen Verbrauchs ist es allerdings schade, dass das Kompakt-SUV nicht mit einem Dieselantrieb erhältlich ist. Dafür stellt der französische Hersteller spätestens bis zum Jahresende eine Elektrovariante in Aussicht.

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 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Redakteurin