»kfz-betrieb«-Autocheck: Skoda Citigo-E

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Durchzugsstark und ruhig im Stadtverkehr

Kaum sind die Berührungsängste überwunden, spielt der Citigo die Vorteile eines E-Autos aus – er ist im Stadtverkehr durchzugsstark, beschleunigt umgehend und ruhig. Da ist dann schon Disziplin gefragt, sowohl vorausschauend als auch zurückhaltend zu fahren, um den Energievorrat an Bord nicht zu sehr zu belasten. In der Tat erhöht die Rekuperation die Reichweite deutlich.

Richtig genutzt kann man aufs Bremsen in vielen Fällen verzichten – gut für die Energiebilanz und für die Bremsscheiben. In der Spitze wies der Bordcomputer dadurch eine Restreichweite von 301 Kilometern aus. Laut Skoda beträgt die WLTP-Reichweite 260 Kilometer.

Dass die 300 Kilometer im gemischten Fahrzyklus nicht erreichbar sind, zeigt schnell der Ausflug über die Autobahn. Jenseits der 100 km/h knabbert der Vortrieb doch merklich an der Batterie. Wobei es natürlich schon Spaß macht, mal eben auf die rechte Spur zu wechseln und schnittig am Vordermann vorbeizuziehen (der wohl gerade kein Interesse hatte, seinen PS vollen Auslauf zu geben). Aber ja, jede rasante Phase wird mit einem bangen Blick auf die Akku-Anzeige bezahlt. Kurz: Will man mit dem Citigo-E auf der Autobahn im Verkehr aktiv mitspielen und nicht nur auf der Lkw-Spur mitschwimmen, sind die 260 Kilometer Reichweite unerreichbar.

212 Newtonmeter Drehmoment entwickelt der 61 kW/83 PS starke E-Motor. Das ist auf den ersten Blick gar nicht so viel, müssen damit doch gut 1,2 Tonnen vorangetrieben werden. Doch die Beschleunigung liegt – natürlich – sofort an. Nach sieben Sekunden stehen 60 km/h auf der Nadel, nach gut 12 Sekunden sind 100 km/h überschritten. Schalten ist angesichts der 1-Gang-Automatik nicht notwendig.

Zurück mit dem Kleinwagen in seine angestammte Nutzung als Stadtfahrzeug. Als solcher ist der Citigo-E wie von seinen – ebenfalls eingestellten – Verbrennergeschwistern bekannt, ein sehr praktisches Auto. Fahrer und Beifahrer haben ordentlich Platz. Der Kofferraum ist Kleinwagen-typisch nicht groß, doch mit umgeklappter Rückbank schluckt der Citigo gut 900 Liter weg. Praktisch auch die Ausrüstung mit den Ladekabeln für verschiedene Ladearten, die sich dauerhaft unter dem Kofferraumboden oder auch für die schnelle Aufbewahrung seitlich davon verstauen lassen.

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Nach knapp zwei Wochen im Test geht der kleine gelbe Skoda zurück. Dass es ein E-Auto ist und kein Verbrenner, ist inzwischen gar nicht mehr groß aufgefallen. Routine hat sich eingestellt: Abends hin und wieder das Ladekabel an die Steckdose, morgens ausgestöpselt und los. Alles kein Problem. Als Alltagsauto wäre der Citigo-E – ebenso sicher seine Konzerngeschwister und wohl viele andere E-Mobile dieser Klasse – absolut empfehlenswert. Mit der aktuellen Förderung sowieso. Wenn es ihn denn noch gäbe.

Aber weil der Volkswagenkonzern offiziell ja nicht garantieren kann, die Autos noch bis zum Auslaufen der E-Förderung wirklich zu liefern, verkauft man Citigo und Co lieber gar nicht mehr. Sehr Schade – und nicht wirklich verständlich, vor allem weil ein Nachfolger vor 2023 nicht zu erwarten ist. Wenn er denn überhaupt kommt.

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